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| 15:00 Uhr

Brandenburger Brauereitreffen in Finsterwalde
Die neue Königin ist eine Frau vom Fach

Finsterwalde war Bierhauptstadt Brandenburgs FOTO: LR / Frank Claus
Finsterwalde. Zwölf Brauereien aus dem gesamten Land Brandenburg, mehr als 30 Biere, ein humorvoll aufgelegter einstiger Box-Profi, eine neue Königin und leere Fässer – das 6. Brandenburger Brauereitreffen in Finsterwalde war ein Riesending. Von Frank Claus

Die neue Brandenburger Bierkönigin heißt Theresa Kupka, ist 24 Jahre jung und hat eine dreijährige Ausbildung zur Brauerin und Mälzerin beendet. Den ersten Kontakt in die Bierbranche hat sie als Kellnerin im Brauhaus Forsthaus Templin in Potsdam. „Mir hat gefallen, dass Bierbrauen so ein kreativer Job ist“, sagt sie. Inzwischen arbeitet sie in der Holzmarktbrauerei in Berlin und hat dort bereits ein eigenes Fenchelbier gebraut. Ihr großes Ziel? „Ich möchte Braumeisterin werden.“

Kein einfacher Weg zum Titel

 Der Weg zum Titel ist für sie nicht einfach am Sonnabend. Sie muss sich gegen weitere fünf Bewerberinnen durchsetzen, siegt am Ende vor allem im Wissenstest und wegen ihrer Kenntnis der Getreidesorten sowie durch ihr gutes Schätzvermögen. Beim Bierfassrollen und Bügelflaschen mit einer Hand verschließen punkten die anderen Kandidatinnen genauso wie beim Verkosten. Mit viel Sachkenntnis moderiert Finsterwaldes Braumeister Markus Klosterhoff und wird dabei humorvoll von BB-Radio-Moderator Jens Herrmann unterstützt. Die Jury ist prominent besetzt, unter anderem mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, dem CDU-Landtagsabgeordneten Rainer Genilke, dem Vorsitzenden des Bradenburger Brauereiverbandes, Jörg Kirchhoff, pro-agro-Chef Kai Rückewold und mit den beiden Vorgänger-Bierköniginnen Carolin Käbermann aus Finsterwalde und Anne Mulinski aus Fürstenwalde.

Besucheransturm von Anfang an

Schon am Freitag   ist das  6. Brauereitreffen des Vereins der Klein- und Gasthausbrauereien Brandenburgs von bester Unterhaltung und Besucheransturm gesegnet. Bürgermeister Jörg Gampe und Axel Schulz, Ex-Boxprofi und erster Bierbotschafter des Landes, zelebrieren den Fassbieranstich. Finsterwaldes Sänger erweitern an beiden Tagen das Sängerlied mit Zeilen zum Brauereitreffen.

Samstagabend wird stellenweise das Bier knapp

Am Sonnabend gehen am frühen Abend den ersten Brauereien einige Sorten Bier aus. „Das ist ein Riesenfest hier“, sagt Torsten Kutzner von der Turmklause Luckenwalde, der zum ersten Mal dabei ist. Auch Reinhard Wiese von der Sozietätsbrauerei & Brennerei Altlandsberg ist begeistert und freut sich über die hohe Resonanz regional gebrauter Biere. „Wir haben erst 2016 begonnen und bis heute bereits die Braumenge verdoppelt.“ Eckhard Brennecke von der Wriezener Kalkofen-Brauerei sagt: „Wir sind die Milden“ und meint damit den leichten Geschmack seiner Biere. Der Absatz steige stetig. David Schimmelpfennig von der Braumanufaktur Marstall Boitzenburg lobt die Atmosphäre im Bierbrauerverband. „Hier hilft jeder jedem. Wir haben schon viel gelernt und profitieren vom gemeinsamen Marketing.“ Auch Frank Busch, Oliver „Kürbisolli“ Langheim und Wolfgang Schalow von der Brandenburger Kochfamilie sitzen Sonntagfrüh erschöpft, aber zufrieden am Biertisch und meinen: „Ein Megafest. Viele nette Besucher. Eine tolle Stadt!“

Finsterwalde war Bierhauptstadt Brandenburgs FOTO: LR / Frank Claus