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| 19:21 Uhr

Info & Fest
Gelungenes Hoffest im Schützenhaus

 Beim Sea-Watch-Vortrag von Diego Weber zum Hoffest.
Beim Sea-Watch-Vortrag von Diego Weber zum Hoffest. FOTO: Torsten Pötzsch
Finsterwalde. Finsterwalder Aktionsbündnis für Menschlichkeit und Toleranz hat eingeladen. Von Torsten Pötzsch

Das Finsterwalder Aktionsbündnis für Menschlichkeit und Toleranz ist noch sehr aktiv. Eindrucksvoll wurde dies am Samstag auf dem Hof des Finsterwalder Schützenhauses bewiesen. Es sind vor allem junge Menschen, die zeigen wollen, dass die Sängerstadt bunt und voller Vielfalt ist.

Trotz wunderbaren Badewetters fanden sich nicht wenige Interessierte unter den schattenspendenden alten Kastanien des Traditionsgasthauses ein. Die Mitinitiatoren Julia Friedrich und Stefan Pursch begrüßten die Gäste und Mitwirkenden und vergaßen nicht, die Unterstützer zu erwähnen. Ganz vorn mit dabei die Stadt, die Stadtwerke und der Finsterwalder Musikshop. Alle Akteure und Bands traten ohne Honorar auf. Aber: das Spendenbarometer stieg im Verlauf des Nachmittags und Abends. Bevor die Vocal Pickups mit launig-poppigen Chorgesang den musikalischen Reigen des Hoffestes eröffneten, überbrachte Jürgen Brückner, Integrationsbeauftragter des Landkreises, Grüße des Landrats. „Es ist ein tolles Zeichen, das hier gesetzt wird. Glückwunsch auch zur Ortswahl, denn das Fest passt genau hierher“, sagte Brückner. Mitorganisator Alexander Piske: „Zweimal hatten wir eine Aktion im Schlosspark. Nun wollten wir mal was Neues probieren. Hier ist alles familiärer. Wir wollen informieren, wie es in Stadt, Landkreis, Land und Europa um Integration und Toleranz bestellt ist und es soll zusammen gefeiert werden.“ Diego Weber von Sea-Watch hielt einen Vortrag über die zivile Seenotrettung im Mittelmeer. Seine Augenzeugenberichte, Videoclips und Bilder machten betroffen und eindrucksvoll deutlich, welch humanitäre Katastrophe sich tagtäglich vor den Küsten Europas abspielt. Erstmals mit dabei waren auch die Potsdamerinnen Desiree und Steffi Winter vom „Aktionsbündnis Brandenburg“ mit ihrer Initiative „Schöner leben ohne Nazis“.