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| 02:39 Uhr

Finsterwalde erwartet Schub via Datenautobahn

Im Hause der Stadtwerke Finsterwalde konzentrierte sich die Zukunftsdebatte mit den Geschäftsführern Jürgen Fuchs und Andy Hoffmann (v.l.) auf die Potenziale modernster Glasfasertechnik.
Im Hause der Stadtwerke Finsterwalde konzentrierte sich die Zukunftsdebatte mit den Geschäftsführern Jürgen Fuchs und Andy Hoffmann (v.l.) auf die Potenziale modernster Glasfasertechnik. FOTO: Böttcher
Finsterwalde. Finsterwalde bündelt in dieser Woche in insgesamt sechs Veranstaltungen seine Zukunftsvisionen. In den Stadtwerken werden bereits die Brücken in die Zukunft ausgebaut. Schnelles Internet via Glasfaser eröffnet unerschöpfliche Potenziale. Super Gedanke: Finsterwalde ein Zentrum der Kreativwirtschaft. Gabi Böttcher

Kay-Lukas Schmidt von der Oberschule Massen und Dominic Hake vom Sängerstadt-Gymnasium fühlten sich von den Überlegungen über die sogenannte Smart City angesprochen. Gemeint sind Entwicklungskonzepte, die eine Stadt effizienter, technologisch fortschrittlicher, aber auch sozialer gestalten sollen. Die Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Fuchs und Andy Hoffmann veranschaulichten vor bedauerlicherweise sehr wenigen Gästen beim Zukunftsworkshop in ihrem Hause eindrucksvoll, welche Potenziale das Glasfasernetz der Stadtwerke mit Anschlüssen bis in die Wohnung der Kunden in sich birgt. Seit 2008 werden zielgerichtet Leerrohre verlegt, seit dem vorigen Jahr werden sie entsprechend des Bedarfes zielgerichtet "befüllt". Allen Mietern der Wohnungsgesellschaft steht die entsprechende Infrastruktur zur Verfügung. Andere Technologien weit in den Schatten stellend, sind via Glasfaser Bandbreiten weit über 100 MBit/s im sogenannten Download und im Upload - das heißt im Datenfluss zum eigenen Rechner und von diesem weg - kein Problem. Sogar Geschwindigkeiten von 1 GBit/s und mehr stellen für das Netz der Stadtwerke kein Problem mehr dar.

René Junker, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Finsterwalde, kann bereits positive Auswirkungen im Vermietungsprozess konstatieren. Überhaupt läge es jetzt am Geschick aller Beteiligten, etwas aus diesem Standortvorteil zu machen, unterstrich Andy Hoffmann. Für Branchen, in denen das Senden und Empfangen großer Datenmengen Alltag ist, öffnet die Glasfaserinfrastruktur Tore. "Egal, welche Übertragungsgeschwindigkeiten noch gefragt sein werden, der Glasfaser geht nicht die Puste aus", so Jürgen Fuchs. Darauf basierende Wertschöpfungspotenziale in der Region zu behalten, markierte René Junker als sehr bedeutsam. Dr. Christina Eisenberg warf die Anregung in den Raum, eine Schule an dieses Netz anzubinden. Dominic Hake: "Warum nicht einen Wlan-Hotspot für das Sängerstadt-Gymnasium zur Verfügung stellen? Der würde in den Pausen sehr gut genutzt werden und die Schule attraktiver machen." Matthias Schneller und Christina Eisenberg schlugen als Test einen solchen Hotspot - einen öffentlichen, drahtlosen Internetzugriffspunkt - auf dem Finsterwalder Markt während des Sängerfestes vor. Einig war man sich in der nach der Teilnehmerzahl sehr kleinen Runde: Die Vermarktung dessen, was die Glasfaserinfrastruktur in Finsterwalde möglich macht, ist entscheidend für weitere Entwicklungen.

Zum Thema:
Die Zukunftswoche in Finsterwalde hält noch diese Gelegenheiten zum Mitdiskutieren bereit:Am heutigen Donnerstag, 19 Uhr, "Dusterbuscher Zukunftsspinnereien" in der Cocktailbar Auras, August-Bebel-Straße 7.Am morgigen Freitag, 8 bis 10 Uhr, Oberstufenzentrum.