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| 11:39 Uhr

Nach Rückkehr zum Malen inspiriert
Finsterwalde entdeckt neue Künstlerin

 Julia Procopius mit ihren Acrylbildern in der Ausstellung.
Julia Procopius mit ihren Acrylbildern in der Ausstellung. FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. Julia Procopius zeigt Ausstellung „Milieu“ im Evangelischen Gemeindezentrum. Von Jürgen Weser

Seit Samstag schmücken sie die hohe Klinkermauer im Foyer des Gemeindezentrums der Evangelischen Kirche in der Schlossstraße 5: Die Acrylarbeiten der Finsterwalderin Julia Procopius. Mit einer kleinen Vernissage eröffnete die Malerin dort ihre erste Ausstellung.

„Darauf habe ich mich riesig gefreut“, sagt die 34-Jährige, und dass sie von früher Kindheit an schon immer gern gemalt hat. „Ich wollte mich kreativ ausleben.“ So hat sie nach ihrem Realschulabschluss 2002 in Finsterwalde eine Ausbildung als Gestaltungstechnische Assistentin absolviert und danach den Weg in die Fotografie eingeschlagen. Sie war in Hamburg und Braunschweig als Fotografin unterwegs, hat sich aber dabei nie so richtig wohl gefühlt. In dieser Zeit habe sie auch nicht gemalt.

Die Malerei meldete sich mit großer Wucht zurück, als Julia Procopius 2017 durch Kontakt über „Come Back Elbe-Elster“ wieder nach Finsterwalde zurückkehrte und eine Arbeit im Sanitätshaus Kröger im Bereich Marketing und Werbung aufnehmen konnte. „Ich fühlte mich befreit und wohl: Heimat ist Heimat“, merkte sie. Julia Procopius wurde privat in ihrer Umgebung und auf der Arbeitsstelle neu zum Malen inspiriert und hat seitdem ihr ausgeprägtes Gefühl für Farben ausgelebt.

Dieses Gefühl für Farben vermitteln ihre Bilder in der Ausstellung zum gewählten Thema „Milieu“ beim ersten Anblick den Betrachtenden. Bewusst ausgewählt hat Julia Procopius für die Ausstellung „Gegenstände, die mich inspirieren, Dinge um mich herum“. So blickt der Ausstellungsbesucher auf ihr Lieblingsmotiv: die knallrote Kirsche, die mit anderen Obstdarstellungen korrespondiert.

Dabei ist auf den Bildern kein echtes Obst abgebildet, sondern beschriftete Luftballons: „In einer WG hatten wir eine wunderschöne Obstschale – aber nie Obst“, erklärt Procopius die Geschichte der Reihe.

Nein, sie selbst spiele nicht Schach, erzählt sie schmunzelnd mit Blick auf eine Serie von Bildern mit Schachfiguren von König bis Dame. Mit den Figuren verbinde sie bestimmte Personen aus ihrem Freundeskreis und Umfeld. So sei etwa der König ihr Chef.

Den besonderen Reiz der Bilder machen die Farbspritzer auf den Bildern als ihr Markenzeichen, ihren „goldenen Faden“ aus, wie sie diese Besonderheit selbst beschreibt. Gern noch mehr und weitere Motive möchte man in Zukunft bei hoffentlich weiteren Ausstellungen sehen, machte die gut besuchte Vernissage deutlich.

Die Ausstellung „Milieu“ ist im „Evangelischen Gemeindezentrum“ bis zum 15. August zu sehen. Dienstag 9 bis 12 und 15 bis 18 Uhr; Mittwoch 9 bis 13 Uhr und Donnerstag 9 bis 12 Uhr.

 Julia Procopius mit ihren Acrylbildern in der Ausstellung.
Julia Procopius mit ihren Acrylbildern in der Ausstellung. FOTO: Jürgen Weser