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| 15:22 Uhr

Elbe-Elster Klinikum
Chirurgie hat neuen Chefarzt

Neu im Team: Dr. Ivor Dropco ist seit dem 1. September Chefarzt der Chirurgie im Krankenhaus Finsterwalde des Klinikums Elbe-Elster. Klinikum-Geschäftsführer Michael Neugebauer: „Das ist ein Glücksfall für uns.“
Neu im Team: Dr. Ivor Dropco ist seit dem 1. September Chefarzt der Chirurgie im Krankenhaus Finsterwalde des Klinikums Elbe-Elster. Klinikum-Geschäftsführer Michael Neugebauer: „Das ist ein Glücksfall für uns.“ FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde. Manchmal ist es „ein schöner Zufall“, der aus einer frei gewordenen eine wieder bemannte Chefarztstelle macht. Dr. Ivor Dropco, zuletzt Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Asklepios Klinik Burglengenfeld, ist seit dem 1. September Chefarzt der Chirurgie am Krankenhaus Finsterwalde des Elbe-Elster Klinikums. Von Gabriela Böttcher

Im Unterschied zu seiner Vorgängerin Stefanie Hild, die aus dem Rheinland gekommen war und in der Lausitz keine Wurzeln schlagen konnte, sieht Dr. Ivor Dropco in seinem Ortswechsel kein Problem. Der in Banska Bystrica in der Slowakei geborene 54-Jährige war nach seinem Studium und sich anschließenden 15 Arbeitsjahren am Universitätskrankenhaus in Bratislava im Jahr 2003 nach Deutschland gekommen. Erste Station: Kreiskrankenhaus Wolgast. Seine Liebe zur Ostsee ist eine feste Größe, die er mit seiner Frau Ulrike teilt. Sie ist heute stellvertretende Pflegedirektorin am Klinikum Amberg. Voraussetzung für eine permanente Familienzusammenführung in der Lausitz wäre es, wenn sich auch für sie eine neue berufliche Herausforderung fände.

Dr. Ivor Dropcos Weg führte nach Wolgast weiter über das St. Barbara Krankenhaus in Schwandorf und die Paracelsus Klinik in Bad Ems bis schließlich zuletzt nach Burglengenfeld. Der Chirurg begründet seine jüngste Neuorientierung mit strukturellen Veränderungen an seinem vorherigen Arbeitsort. Das chirurgische Arbeitsfeld habe sich dort zugunsten der geriatrischen Versorgung deutlich verringert. Bei der deutschlandweiten Suche nach einem Klinikum, an dem er als Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie und Spezielle Viszeralchirurgie (Chirurgie des Bauchraumes und der Bauchwand, der endokrinen Drüsen und der Weichteile einschließlich Transplantation) tätig werden könnte, kristallisierte sich die frei gewordene Chefarzt-Stelle in Finsterwalde heraus. Dann ging zu Beginn des Sommers alles ganz schnell. „Am Ende waren es die Person des Herrn Neugebauer, das klare Konzept und die Stabilität des Klinikums, die den Ausschlag gaben“, sagt Dr. Ivo Dropco.

„Die Grundversorgung muss gut laufen und die Patienten zufrieden stellen. Die Häuser des Klinikums kooperieren sehr gut und das wird noch besser“, sagt der Facharzt, der auf Zusammenarbeit mit seinen Kollegen in Herzberg und Elsterwerda setzt. Der Philosophie des Klinikums von einer qualitativ hochwertigen, mit den Vorzügen der Wohnortnähe verknüpften Versorgung der Patienten fühlt sich der Chefarzt verbunden. In seinem Team mit den Oberärzten Thomas Vogel, Ingo Beyer, Volker Papstein und Lutz Jäckel fühlt er sich gut aufgenommen und im Zusammenwirken mit den Praxen des Medizinischen Versorgungszentrums des Elbe-Elster Klinikums in einem funktionierenden Netzwerk.

Was den Wechsel von Bayern ins Elbe-Elster-Land angeht, kommt Ivor Dropco auf seine Tochter Nina zu sprechen. Sie hat an der Humboldt-Universität Betriebswirtschaftslehre studiert und habe schon als Dreijährige immer nur das Schöne gesehen, wo Erwachsene zuerst dies und jenes zu kritisieren hatten. Diese Herangehensweise biete so viel Potenzial. „Was ist man ein Depp, wenn einem das nicht gelingt“, sagt der Chefarzt, der zwei Staatsbürgerschaften besitzt und regelmäßig bei Familie und Bekannten in der Slowakei vorbeischaut. Nachdem er seine erste Frau, die Mutter seiner Tochter Nina und seines Sohnes Ivor, an den Krebs verloren und die Kinder allein großgezogen hatte, war seine heutige Frau Ulrike in sein Leben getreten. Mit ihr ist er seit fünf Jahren verheiratet. Der Sohn ist beruflich in Vaters Fußstapfen getreten und in Regensburg als Viszeralchirurg tätig.

Beim Erkunden seines neuen beruflich bedingten Lebenszentrums hat Dr. Dropco alles gelesen, was er im Netz finden konnte und sich hier auch schon ausgiebig umgesehen. Als Freund der Natur, als Pianist mit einschlägiger Praxis in mehreren Bands und als aktives Mitglied bei den Lions muss man sich wohl um seine freie Zeit außerhalb des Krankenhauses keine Sorgen machen. In Finsterwalde zu wohnen sei ihm wichtig, sagt der Chefarzt. Er wolle für seine Kollegen erreichbar und nah bei den Patienten sein.