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| 20:00 Uhr

Arbeitsplätze für Finsterwalde
Finsterwalde bekommt ein Call-Center

Herzliches Willkommen in der Sängerstadt: Kristin Becker von der callplus telemarketing GmbH wird von Bürgermeister Jörg Gampe begrüßt. Wirtschaftsförderer Torsten Drescher (l.) und Jean-Marie Ulrich von der Agentur für Arbeit freuen sich über das Vorhaben, in Finsterwalde eine Außenstelle des Unternehmens zu etablieren.
Herzliches Willkommen in der Sängerstadt: Kristin Becker von der callplus telemarketing GmbH wird von Bürgermeister Jörg Gampe begrüßt. Wirtschaftsförderer Torsten Drescher (l.) und Jean-Marie Ulrich von der Agentur für Arbeit freuen sich über das Vorhaben, in Finsterwalde eine Außenstelle des Unternehmens zu etablieren. FOTO: Gabi Böttcher / LR
Finsterwalde. Bis zu 50 Arbeitsplätze sollen bis zum Jahresende im ehemaligen Finanzamt neu entstehen. Von Gabriela Böttcher

Eine expandierende Branche baut auf Finsterwalde und siedelt sich im ehemaligen Finanzamt in der Oscar-Kjellberg-Straße an. In Aussicht  stehen bis Ende dieses Jahres bis zu 50 Arbeitsplätze. Bis zum Sommer wolle man bereits 20 bis 25 neue Mitarbeiter beschäftigen. Sechs seien bereits eingestellt. Kristin Becker von der Geschäftsführung des Unternehmens callplus telemarketing GmbH mit Sitz in Cottbus stellte die  Pläne Sängerstadt-Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) dieser Tage in der Agentur für Arbeit in Finsterwalde vor. Sie hatte, auch an die Adresse von Finsterwaldes Wirtschaftsförderer Torsten Drescher und an Jean-Marie Ulrich, Teamleiter Arbeitgeberservice Elbe-Elster bei der Agentur für Arbeit, viele Lobesworte für die sehr gute Unterstützung in der Sängerstadt.

Von der erstmals im Unternehmen besprochenen Idee im Juni 2017, in Finsterwalde eine Außenstelle zu etablieren, bis zur Realität ging alles sehr schnell.  Dabei habe man sich an Jahre zurückliegende Bemühungen der Stadt um eine  Unternehmensansiedlung  erinnert. Es sei  einfach schmerzhaft, in Cottbus zu viele Auftragsangebote nicht mehr bewältigen zu können. Das Potenzial, das der Arbeitsmarkt für die Branche hergebe, sei  dort  hart  umkämpft. Fünf Bewerbertage im Herbst vorigen Jahres in Elbe-Elster hätten ergeben, dass sich sofort zehn neue Mitarbeiter gefunden hätten.  Seither ging es Schlag auf Schlag. Ende Dezember ist der Mietvertrag für das Gebäude des ehemaligen Finanzamtes in der Oscar-Kjellberg-Straße unterzeichnet worden. Seit Januar werden die Räume, die bereits in einem guten Zustand waren, aufgefrischt und Anpassungen wie der Einbau einer Küche ausgeführt. „Anfang/Mitte März wollen wir hier aktiv werden“, sagt Kristin Becker. Mitte beziehungsweise Ende März solle die Eröffnung  stattfinden. „Wir sind hier auf viel Enthusiasmus gestoßen. Es macht Spaß, wenn viele Menschen gemeinsam an einer Sache arbeiten“, lobt die Cottbuserin. Dieses Lob bestätigt am Mittwoch Rüdiger Röhr von callplus  in den Räumen des ehmaligen Finanzamtes. Am Donnerstag werde der Fahrstuhl wieder in Betrieb genommen. Entsprechend der Anordnung der Arbeitsplätze werden die  Anschlüsse an die schnelle Datenautobahn umverlegt, Maler und Trockenbauer wirbeln. „Wahnsinn, wie gut das alles in Finsterwalde passt“, sagt Rüdiger Röhr.

Vorrangig in Teilzeit mit zunächst 30 Stunden in der Woche erfolgen die Einstellungen. Daraus könnten auch Vollzeit-Stellen werden. „Unser Ziel ist es, dass der Standort aus sich selbst heraus wächst.“  Zunächst würden die Führungskräfte aus Cottbus pendeln, aber das könne sich ändern. Aus dem jetzt  erst zur Hälfte gemieteten ehemaligen Finanzamt könnte  das ganze werden, blickt Kristin Becker optimistisch voraus.  Jean-Marie Ulrich schlussfolgert aus der hohen Teilnehmerquote an den Bewerbertagen im Herbst, dass viele Menschen in der Region eine Perspektive im Büro-Bereich suchen. Ende Februar werde es weitere Bewerbertage geben, kündigte er an.