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| 17:57 Uhr

Finsterwalde
Die Fernseher bleiben schwarz im Seniorenzentrum

Noch Montagnachmittag: Angestrengte Suche nach einem Kabelschaden in der Kirchhainer Straße in Finsterwalde.
Noch Montagnachmittag: Angestrengte Suche nach einem Kabelschaden in der Kirchhainer Straße in Finsterwalde. FOTO: LR / Gabi Böttcher
Finsterwalde. Zu einer weiträumigen Störung des Fernseh­empfanges kam es seit Freitagnachmittag in Finsterwalde. Der Anbieter Tele Columbus wollte den Schaden bis Montagabend beseitigt haben. Von Gabi Böttcher

Etwa 190 Fernsehgeräte gaben allein im Seniorenzentrum „Albert Schweitzer“ im Frankenaer Weg in Finsterwalde seit dem frühen Freitagnachmittag keinen Mucks mehr von sich. Noch am Montagnachmittag waren Uwe Sieker und Kollegen von der beauftragten Baufirma aus Nauen damit beschäftigt, die Quelle des Blackout zu finden. In der Kirchhainer Straße schlossen sie gegen 15 Uhr gerade wieder eine Grube neben einem der neu gepflanzten Bäume an der L 60. Fehlanzeige. Weiter ging die Suche. Vermutung: Ein Kabel könnte im Zusammenhang mit Baumpflanzarbeiten beschädigt worden sein.

Insgesamt sind in den zurückliegenden Tagen  an der sanierten Kirchhainer Straße zur Freude vieler Naturfreunde 103 Bäume neu gepflanzt worden. Dies sind Hainbuchen, Resista Ulmen und Winterlinden.

In der Pressestelle des betroffenen Kabelnetzbetreibers Tele Columbus, seit Herbst vorigen Jahres mit Primacom unter der Marke PYUR Vermarkter von Internet, Telefon und TV, wird die langwierige Versorgungsunterbrechung bestätigt. Neben dem Frankenaer Weg waren auch Kunden in der Lessing-, der Schiller- und der Friedrich-Hebbel-Straße betroffen. Eine genaue Zahl der Kunden war nicht zu erfahren. Üblicherweise behebe man schnell und auch am Wochenende Störungen, versichert Sprecher Mario Gongolsky. Jedoch habe man am vorigen Wochenende keinen Kontakt zur ausführenden Gartenbaufirma herstellen können, um zielgerichtet Auskunft über die am Freitag vorgenommenen Pflanzungen zu erhalten. Auf Verdacht habe man nicht entlang der Straße auf Ursachensuche gehen und aufgraben wollen. Besonders für die älteren Menschen im Seniorenzentrum, deren Tag oftmals durch liebgewonnene  Sendungen strukturiert ist, war dieses Wochenende ohne Fernsehempfang ein schweres. Sozialarbeiter Fabian Rödel hatte allerhand tröstende Worte zu finden.

Noch bis zum Montagabend, so die Hoffnung von Mario Gongolsky, sollten die Techniker vor Ort die Ursache der Störung gefunden und beseitigt  haben.