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| 13:54 Uhr

Festival an der F60
Feel Festival kritisiert Polizeikontrollen

 Die groß angelegte Verkehrskontrolle im An- und Abreiseverkehr zum Feel wird im Nachhinein von den Festivalveranstaltern kritisiert.
Die groß angelegte Verkehrskontrolle im An- und Abreiseverkehr zum Feel wird im Nachhinein von den Festivalveranstaltern kritisiert. FOTO: Heike Lehmann
Lichterfeld. Mehr als 20.000 Besucher zählte das Feel Festival an der F 60 bei Lichterfeld in diesem Jahr. Nun gibt es vom Veranstalter scharfe Kritik an Zoll und Polizei. Von Daniel Roßbach

Die Organisatoren des Feel Festival kritisieren gegenüber der RUNDSCHAU und in einem Statement auf Facebook die Polizeikontrollen im Umfeld der Veranstaltung an der F60 als „unverhältnismäßig“. Durch höheren Personalaufwand und ausgefallene Auftritte von Künstlern seien außerdem Mehrkosten für das Festival entstanden.

Martin Salchow, einer der Organisatoren des Feel, das am vergangenen Wochenende zum fünften Mal in Lichterfeld stattfand, erklärte: „Wir halten Kontrollen natürlich für legitim, und wir wollen auch, dass die Straßen sauber sind.“

Die groß angelegten Kontrollen der Polizei und des Zolls in Schacksdorf und Sallgast seien aber überzogen gewesen. Die Festivalleitung plädiere für Stichproben-artige Übprüfungen und warnt davor, das Publikum unter einen Generalverdacht zu stellen.

20 000 Menschen hatten das Festival besucht. Bei der Kontrolle von 3 900 Fahrzeugen stieß die Polizei eigenen Angaben zu Folge auf 56 Autofahrer und -fahrerinnen, die unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen.

 Das Feel Festival lief von Donnerstag bis Montag am Bergheider See.
Das Feel Festival lief von Donnerstag bis Montag am Bergheider See. FOTO: LR / Daniel Roßbach

Durch die Kontrollen seien „beträchtliche Mehrkosten in der Durchführung des Festivals“ entstanden, schreiben die Verantsalter in ihrem Statement. Auf Nachfrage der RUNDSCHAU präzisierte Martin Salchow, diese gingen einerseits darauf zurück, dass Künstler ohne eigenes Verschulden nicht hätten auftreten können. Dadurch entfielen zwar Auftritte, entstünden aber trotzdem Kosten.

Andererseits sei die Abreise gestört worden, da Besucherinnen den Parkplatz nur in eine Richtung hätten verlassen können. Deshalb habe das Verkehrskonzept von einem Einbahnstraßenkonzept zu gegenläufigem Verkehr abgewandelt werden müssen. „Dazu mussten wir zusätzlich Personal aktivieren“, so Salchow.

Gespräche zwischen der Festivalleitung und der Polizei haben seit dem Ende der Veranstaltung noch nicht stattgefunden, sind Salchow zu Folge aber geplant. „Es ist unser Wunsch, für die Zukunft Verfahrensweisen und die Informationslage zu klären“, so Salchow.

Insgesamt zog Salchow ein positives Fazit des Festivals: „Von unseren Gästen haben wir weit überwiegend positives Feedback bekommen. Und es war insgesamt ein sehr schönes Festival fast ganz ohne Zwischenfälle. Es gab etwa weniger Einsätze für Rettungswagen als im letzten Jahr.“ Die Planung für die nächste Auflage des Festivals beginnt im Spätsommer, grundlegende Änderungen seien aber nicht zu erwarten.

 Bei begründetem Anfangsverdacht kam ein Drogenschnelltest zum Einsatz. In den meisten Fällen blieb der ohne Befund. Wenn nicht, folgte die Blutprobe.
Bei begründetem Anfangsverdacht kam ein Drogenschnelltest zum Einsatz. In den meisten Fällen blieb der ohne Befund. Wenn nicht, folgte die Blutprobe. FOTO: Heike Lehmann
 Die groß angelegte Verkehrskontrolle im An- und Abreiseverkehr zum Feel wird im Nachhinein von den Festivalveranstaltern kritisiert.
Die groß angelegte Verkehrskontrolle im An- und Abreiseverkehr zum Feel wird im Nachhinein von den Festivalveranstaltern kritisiert. FOTO: Heike Lehmann