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| 17:10 Uhr

Astronauten, Musik und mehrere Tage Party
Feel-Festival an der F60 in Lichterfeld – die schönsten Bilder!

Feel-Festival an der F60 in Lichterfeld FOTO: Veit Rösler
Lichterfeld. So hätte sich Woodstock 1969 angefühlt, hätte es damals nicht geregnet: Auf dem Feel-Festival 2018 an der F60 in Lichterfeld feiern Menschen aus aller Welt feiern friedlich miteinander. Auf LR Online findet Ihr die Bilder des Party-Wochenendes. Von Veit Rösler

Irre! Wahnsinn!  Absolut genial! Mehr als 1000 Künstler aus ganz Europa haben das alte Bergbaugelände rund um die F60 in Lichterfeld (Elbe-Elster) mehrere Tage lang mit unzähligen kreativen Installationen aus Musik, Licht und durchdachter Gestaltung in ein atemberaubendes Gesamtkunstwerk verwandelt, das gefühlt eine Million Menschen in den Elbe-Elster Kreis gelockt hat (nach Schätzung der LR waren es mehrere Tausend, der Veranstalter möchte offiziell keine Besucherzahl nennen).

Wäre ein echtes Ufo aus dem Weltall hier gelandet, so wäre diese Ankunft sicher weniger spektakulär abgelaufen. Eine am Strand in den Sand des Bergheider Sees steckende Raumschiff-Scheibe aus glänzendem Titanium, der riesige See gleich daneben, die fließende Mondlandschaft aus weichen Pastelltönen und die Windkraftanlagen dahinter... Dazu donnernde Techno- Musik aus überdimensionalen Lautsprecherboxen und unzählige Lichtblitze. Der erste Blick auf diese surreale Welt in der Wüstenlandschaft offenbart: So muss es sich anfühlen, wenn Lebewesen erstmals einen fremden Planeten besuchen.

Feel-Festival 2018: Die Astronauten sind gelandet

„Liebe Astronautinnen und Astronauten .....“, so auch haben die Macher des Feel-Festivals in diesem Jahr die Gäste ihrer Feel-Familie am Bergheider See nahe der F60 begrüßt. Dahinter eine logistische Meisterleistung. Auf dem Bergbaugelände ist für die Tage des Festivals eine funktionierende Kleinstadt entstanden, mit Verpflegungsstationen, Wasserstellen, Erste-Hilfe-Punkten, mit eigener Feuerwehr, mehreren Rettungsdiensten, mehreren Sicherheitsdiensten, Geldautomaten, Bushaltestellen, eigener Bahnstation, mit Müll-Sammelstationen, Toiletten, einer eigenen Abwasserentsorgung und mit mehreren Tausend kleinen und großen Zelten.

 Auf dem Tossehoppa am Neuen Ufer tummelten sich tausende Besucher des Feel-Festivals.
Auf dem Tossehoppa am Neuen Ufer tummelten sich tausende Besucher des Feel-Festivals. FOTO: Veit Rösler

Viele Besucher bildeten ihren Herkunftsländern oder Heimatstädten entsprechende Wagenburgen aus kreisförmig aufgestellten Zelten und abenteuerlich anmutenden Camping-Gefährten. Dazwischen die unzähligen Hot-Spots der Künstler. Iglu, Gomaya, Endlos, Manege, Bassnest, Burg, Miami- Kreuzberg, Fata Morgana, Touch Mahal, Impromptu Deck, Camp Stage, Tossehoppa, Steele, Tiefes Moor, Hohe Düne und Strand – so die größten von ihnen.

Festivalbesucher kaufen die Supermärkte in Finsterwalde leer

Inmitten dieses Gewusels haben massenhaft Künstler aus ganz Europa, Modeagenturen, Designer und das Gesundheitsthema, von Massage bis zu Fitness, ihre Zelte aufgeschlagen. Viele der angereisten Camper versorgten sich in der unmittelbaren Umgebung mit Getränken, Lebensmitteln und Ausrüstungsgegenständen, was schon mal in den Supermärkten von Finsterwalde für leere Regale sorgte. Das Feel-Festival ist ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor für die Region. So hätte sich Woodstock 1969 angefühlt, hätte es damals nicht geregnet.

Und dann kamen da noch die lauen Sommerabende und die Nächte, mit ihrem Licht, den blitzenden Strahlern zur donnernden Musik aus den Lautsprecherboxen, mit den Feuer- und Lichtkünstlern am warmen Sandstrand und der unbeschreiblichen Zeltplatzatmosphäre in den Zeltstädten am See und unter der Förderbrücke. Von den Argusaugen der Feuerwehrleute streng behütet, durfte sogar ein hydraulischer Drache seine Flammen meterhoch in den Nachthimmel speien. Dreidimensionaler Surrealismus in Reinkultur.

Festival-Macher: Bessere Kulisse als F60 gibt es nicht

Der Vergleich mit dem legendären Woodstock ist hier nicht allzu weit hergeholt. Vor allem auch wegen dem friedlichen Umgang der Festivalbesucher untereinander. Beim Feel an der F60 bedeutet das, den friedlichen Umgang der Menschen miteinander aus allen Kulturen der Welt. Und wer steckt dahinter? Ein etwa zehnköpfiges Organisationsteams aus Berlin um Hauptorganisator Martin Salchow. Und wo liegt das Erfolgsrezept? „Wir haben nach einem Festivalgelände gesucht, das sich auch in der Vergangenheit schon bewährt hat. Eine bessere Kulisse mit dem See im Hintergrund und der Förderbrücke kann man sich nicht wünschen. Mehr geht nicht“, meint Feel-Sprecherin Maxi Braun.

In der Vorbereitung beauftrage man verschiedene Booking- Teams, also Spezialisten, die ihr Thema entsprechend optimal umsetzen können. Ein weiteres Standbein seien die vielen Workshops und Kunstinstallationen, die dem klassischen stupiden Trinken der Gäste effektiv entgegenwirken. In der Nachbereitung werde dann nach Schwachstellen gesucht, um Verbesserungen zu erzielen, beschreibt Maxi Braun. „Ein Jahr der Vorbereitung liegt hinter uns. Die Vorbereitungen auf das nächste Festival haben eben begonnen“, so die 26Jährige. Und: „Wir kommen wieder!“

 Iris aus Tallin (Mitte) in Estland feiert mit ihren Freundinnen aus Nürnberg beim Feel auf dem Impromptu Deck.
Iris aus Tallin (Mitte) in Estland feiert mit ihren Freundinnen aus Nürnberg beim Feel auf dem Impromptu Deck. FOTO: Veit Rösler
Feel-Festival an der F60 in Lichterfeld FOTO: Veit Rösler