(dr) Nach den Veranstaltungen der „Offenen Gesellschaft“ in Finsterwalde am vergangenen Wochenende zieht die Initiative ein positives Fazit. Insgesamt 1000 Menschen haben demnach die Ausstellung auf dem Markt besucht, 140 Ideen zur Gestaltung der Stadt seien gesammelt worden.

„Finsterwalde ist die kleinste Stadt auf unserer Tour. Umso mehr haben uns die Besucherzahlen in der Ausstellung und die vielen, kreativen Aktionen der Finsterwalder Organisationen begeistert“, sagte Organisatorin Franziska Schreiber: „Es wurde zugehört, kontrovers diskutiert, gemeinsam visioniert und eine Reihe spannender Ideen für die Gestaltung von Finsterwalde entwickelt.“

Auch Veit Klaue, der als Ehrenamtskoordinator der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende des DRK in Doberlug-Kirchhain dessen Programmpunkte organisiert hat, zeigte sich von den Veranstaltungen angetan. Besonders die musikalische Einlage, die er mit Bewohnern der Unterkunft am Samstagabend gestaltet hat, habe ihm und den Geflüchteten „Riesenspaß gemacht. Die Bewohner hätten am liebsten jede Woche eine Gelegenheit dazu“, sagte Veit Klaue.

„Das Einzige, das etwas gestört hat, war, dass zu wenige Menschen zu der Diskussion gekommen sind und Fragen gestellt haben. Aber man kann ja auch niemanden zwingen ...“, so Klaue weiter.

Allerdings hätten die Asylsuchenden die Diskussion mit den Bürgerinnen, die dazu gekommen sind, als respektvoll und nicht vorführend empfunden. „Sie haben sich nur darüber geärgert, dass ihr Deutsch zum Teil noch nicht sicher genug ist, Dinge, die sie sich im Kopf schon zurecht gelegt haben, auch zu sagen.“

Die nächste der insgesamt zehn Stationen der Tour „Offene Gesellschaft in Bewegung“ ist Erfurt.