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| 01:02 Uhr

Fairness bleibt auf der Strecke

Handball.. Eine eigenartige Wandlung vollzog sich in den letzten Wochen bei den Spielen in der weiblichen D-Jugend auf der Spielunionsebene. Vom 1. Spieltag an dominierten die Handballerinen des VfB Doberlug-Kirchhain in dieser Altersklasse. Matthias Belig

Viele Eltern aus Großräschen, Ruhland und Cottbus staunten nicht schlecht über das beachtliche Können der 11/12-jährigen Mädchen aus der Gerberstadt. Im 1:1-Verhalten, sowohl im Angriff als auch in der Deckung, waren sie der übrigen Konkurrenz deutlich überlegen. Selbst der Abgang von Anne Müller, die zu den Besten im Team zählte, oder der Ausfall einiger Leistungsträger, brachte die VfB-Mädchen nicht aus dem Tritt. Jetzt hatten Mädchen wie Charleen Nedorn oder Bianca Hille Gelegenheit, sich zu profilieren. Neueinsteigerin Sarah Balke kam schneller in den Stammsechser, als sie vielleicht selbst dachte. Da die Gegner auf sportlichem Bereich das Nachsehen hatten und an den VfB-Mädchen nicht vorbeikamen, suchten sie auf einem anderen Gebiet ihr Heil. Der jeweilige Gegner wurde nun angefeuert, un d die Heimschiedsrichter ließen sich davon anstecken und benachteiligten die VfB-Talente immer deutlicher. Aber selbst dies half oft nichts. Vor der 7. Runde in Cottbus hatten die Kirchhainer bereits zwölf Punkte Vorsprung vor der Konkurrenz. Und diesmal hatte der Favorit Besetzungsprobleme. Mit Supertalent Michelle Schombel, Jessica Schröter und Madlin Seidel fehlten gleich drei Leistungsträger. Im 1. Spiel gegen den Gastgeber HSC Cottbus hatte dies zunächst keine Auswirkungen, da mit Nora Zimmermann (10) und Anika Eichstädt (7) zwei Mädchen beim 27:5-Erfolg in die Bresche sprangen. Gegen den Tabellenzweiten Großräschen wurde es dann eine enge Kiste. Die 7:3-Führung zur Halbzeit war noch beruhigend, doch im 2. Abschnitt lief überhaupt nichts mehr. Aber am Ende zeigte sich die Routine und auch die richtige Hand des Trainers, dem mit Jennifer Hauke (vier Tore) der richtige Schachzug glückte. Mit 9:7 wurde das Spiel gewonnen. Gegen Ruhland feuerte die ganze Halle den Außenseiter frenetisch an. Die VfB-Mädchen waren davon beeindruckt. Zur Pause lagen sie ungewohnt mit 8:10 hinten. Aber in der 2. Hälfte zeigten sie ihr Können. Nur der Abschluss war mangelhaft. Zaneta Lehmann und Nora Zimmermann ließen zu viele Chancen ungenutzt. Allerdings wurden Tore von ihnen auch zurückgepfiffen. So auch der 17:16-Treffer kurz vor dem Ende. Das Unentschieden feierten die Ruhlander wie einen Europapokalsieg. Dabei hatten die VfB-Talente allen Grund zum Jubel, da sie mit den erkämpften 5:1-Punkten an diesem Tag ihre Tabellenführung weiter ausbauen konnten.
Es spielten:
S. Balke (2), J. Hauke (10), A. Eichstädt (10), Ch. Neodorn, B. Hille (2), N. Zimmermann (16), Z. Lehmann (8) und L. Hansemann (4).