Völlig zurecht kritisieren unsere Gäste die Wartezeiten am Einlass, an den Ständen und an den Führungspunkten. Wir können uns nur wiederholt und vorbehaltlos bei den Besuchern, insbesondere bei den Kindern, dafür entschuldigen. Völlig zurecht wird auch die Versorgungssituation kritisiert. Zwar waren vier Versorger mit unterschiedlichen Angeboten auf dem Gelände, jedoch waren diese Kapazitäten dem Besucheransturm nicht angemessen. Weil wir den Unmut vieler Gäste verstehen, wurden Reklamationen und Beschwerden, die uns am Veranstaltungsabend und bis heute erreichten, anerkannt und entsprechend bearbeitet. So haben wir auch bereits auf die Beschwerde von Familie Müller aus Crinitz vor Veröffentlichung des Leserbriefes reagiert.
Wenn ich die Fehleinschätzung der Besucherzahlen einräume, sollte ich auch begründen, wie wir dazu gekommen sind. Wir hatten in diesem Jahr bisher fünf größere Veranstaltungen, von Techno bis Operette, in Preissegmenten von 5 bis 45 Euro pro Ticket, mit und ohne Vorverkauf, mit mehr Werbung als für Halloween. Die Zuschauerzahlen bewegten sich zwischen 300 und 1500 Gästen. Ähnlich verlief das Veranstaltungswesen im vergangenen Jahr. Zuschauerzahlen in der Größenordnung vom vergangenen Wochenende erreichten wir bisher nur zur Eröffnung der Licht- und Klanginstallation mit Besuch des Bundespräsidenten (!), bei Nabucco und bei Eröffnung des Besucherbergwerkes im Mai 2002. Zwei dieser „Überflieger“ waren Veranstaltungen mit kostenlosem Eintritt. Der Vorverkauf für Halloween wies auch nicht auf solchen Ansturm hin. Es war aus unserer Sicht einigermaßen gerechtfertigt, von Gästezahlen zwischen 1000 und 2000 bei günstiger Witterung auszugehen. Künftig werden wir trotzdem alle Beteiligten anhalten, wesentlich besser auf Unvorhergesehenes vorbereitet zu sein.
Ich akzeptiere die Kritik des Lesers aus Sallgast an der Versorgung am Halloween-Abend, muss aber die unsachliche Bemerkung, wir würden andere Gaststätten „nicht hochkommen lassen“ zurückweisen. Zunächst wird jeder Gastronom bestätigen, dass das „Hochkommen“ einer Gaststätte nicht von gelegentlichen Open-Air-Versorgungen am Besucherbergwerk abhängt. Das „Hoch- oder Herunterkommen“ liegt hauptsächlich an der Gastwirtschaft selbst. Im Übrigen gibt die ausgeübte Praxis der Open-Air Versorgung keinen Anlass zu der Behauptung. Sehr gern lade ich den Leser ein, sich bei uns besser zu informieren. Hier nur einige nachweisbare Fakten zu unseren Open-Air-Veranstaltungen seit 2002: Seit Eröffnung des Besucherbergwerkes fanden 13 größere Veranstaltungen an der F60 statt. Zehn davon fanden in der Regie von 7 verschiedenen, externen Veranstaltern statt. In diesen Fällen erfolgten Verhandlungen und Vergabe zur örtlichen Versorgung direkt zwischen dem Veranstalter und entsprechenden Unternehmen.
Insgesamt kamen bei allen Veranstaltungen 15 verschiedene Versorgungsunternehmen zum Einsatz. 13 davon sind im Umkreis von 20 km ansässig.
Bei den drei größeren Veranstaltungen in unserer Regie kamen insgesamt 7 Gaststätten aus dem Umkreis von 20 km zum Einsatz.
Bewerbungen von Gaststätten und Versorgungsunternehmen werden von uns auch an Fremdveranstalter weiter gegeben, falls diese unsere Empfehlung wünschen.
Qualifizierte Firmenvorstellungen/Bewerbungen für Veranstaltungscatering lagen uns bisher von fünf Unternehmen vor. Davon sind bereits drei zum Einsatz gekommen.
Im Werkstattwagen an der F 60 liegt ein Gaststättenverzeichnis mit zahlreichen Gaststätten im Umland aus, welches wir unseren Ausflugsgästen zur Information anbieten. Auf unserer Homepage gibt es ein Gastgeberverzeichnis, wo Interessierte ihr Angebot vorstellen können. Mit interessierten Gastronomen wurden in der Vergangenheit mehrfach gemeinsame Marketingaktivitäten unternommen. Es existieren also ein freundschaftliches und gedeihliches Verhältnis und eine kooperative Zusammenarbeit mit vielen gut geführten Gaststätten im Umland.