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| 17:02 Uhr

Schule zieht um
Evangelische Grundschule zieht in Ex-Gymnasium

Ins  frühere Gebäude des Sängerstadt-Gymnasiums, in dem sich zuletzt eine Asylbewerbernotunterkunft befand, zieht jetzt die Evangelische Grundschule Finsterwalde von der Evangelischen Schulgemeinschaft Niederlausitz gGmbH  ein. Im Bild Pfarrer Stefan Branig und Alice Beck mit Lorette Schneider und Ramona Spörlein (von links).
Ins frühere Gebäude des Sängerstadt-Gymnasiums, in dem sich zuletzt eine Asylbewerbernotunterkunft befand, zieht jetzt die Evangelische Grundschule Finsterwalde von der Evangelischen Schulgemeinschaft Niederlausitz gGmbH ein. Im Bild Pfarrer Stefan Branig und Alice Beck mit Lorette Schneider und Ramona Spörlein (von links). FOTO: Gabi Böttcher / LR
Finsterwalde. Zuletzt war das ehemalige Gebäude des Sängerstadt-Gymnasiums in der Tuchermacherstraße Notunterkunft für Asylbewerber. Jetzt zieht die Evangelische Grundschule Finsterwalde hier ein. Und es gibt weitere Nutzungspläne. Von Gabi Böttcher

Während Ramona Spörlein und Lorette Schneider mit kräftiger gelber Wandfarbe Frische in das Schulgebäude in der Tuchmacherstraße bringen, haben Pfarrer Stefan Branig und Alice Beck von der Geschäftsführung der Evangelischen Schulgemeinschaft Niederlausitz gGmbH die Zukunft des Hauses schon klar vor Augen. Zum nächsten Schuljahr zieht die Evangelische Grundschule Finsterwalde aus der Wilhlem-Liebknecht-Straße in das ehemalige Gebäude des Sängerstadt-Gymnasiums in die Tuchmacherstraße um. Zuletzt war hier bis zum Sommer 2016 die Notunterkunft für Asylbewerber untergebracht. Im Herbst 2017 habe man gegenüber dem Landkreis Interesse an der Immobilie bekundet.

Gut 120 Schüler, zehn Lehrer und sieben Hortnerinnen sowie technisches Personal bekommen hier ab Sommer dieses Jahres  ein neues Zuhause. Entscheidender Beweggrund, sich um den Kauf des ehemaligen Schulgebäudes vom Landkreis zu bewerben: „In der Wilhelm-Liebknecht-Straße waren wir zur Miete. Hier haben wir auch größere Möglichkeiten im Außenbereich“, so Stefan  Branig.   Für sechs einzügige Klassenstufen und den Hort gibt es ein klares Raumkonzept. Im unteren Geschoss wird die Mensa ihren Platz haben. Hier sollen später auch eine Kita und eine Krippe öffnen. Einen konkreten Termin dafür gebe es jedoch noch nicht, so Alice Beck.

Neu etablieren will Stefan Branig im oberen Stockwerk außerdem eine Ausbildung für staatlich anerkannte Erzieher, die auch religionspädagogisches Rüstzeug mit auf ihren Weg bekommen. „Ich denke, es ist für die gesamte Niederlausitz gut, wenn wir so eine Ausbildung hier anbieten“, meint Stefan Branig. Ein entsprechender Antrag dafür sei gestellt. Dass der gesamte neue Bildungsstandort der Evangelischen Schulgemeinschaft Niederlausitz den Namen Janusz-Korczak-Kolleg  trägt, sei ein Signal an Finsterwalde. Trotz des Zusammengehens des damaligen Janusz-Korczak- und  des Sängerstadt-Gymnasiums unter gemeinsamem  Namen  sei der Name des bedeutenden Pädagogen weiter mit der Sängerstadt verbunden. Das solle so bleiben. Und schließlich war Stefan Branigs Tochter auch einmal Schülerin des Janusz-Korczak-Gymnasiums Finsterwalde.

Stefan Branig und Alice Beck von der Evangelischen Schulgemeinschaft Niederlausitz vor dem bald  wiederbelebten Bildungsstandort.
Stefan Branig und Alice Beck von der Evangelischen Schulgemeinschaft Niederlausitz vor dem bald wiederbelebten Bildungsstandort. FOTO: Gabi Böttcher / LR