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Eure Sorge werft auf ihn

„All eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ – 1. Petrus 5, Vers 7. Sorgen sind etwas Ernstes. Bedrängen sie mich über längere Zeit, können sie mich krank machen. Von Stefan Branig, Pfarrer in Tröbitz

Im Umgang mit den Menschen meines Lebensumfeldes treffe ich oft auf besorgte Eltern und Großeltern. Einigen sieht man das an. Sie sprechen ohne Worte zu mir. Da lässt es sich denken, wie groß der Wunsch nach Erlösung und Entlastung ist, wie gern man in solchen Situationen seine Sorgen wegwerfen würde. Doch sie hängen mir an. Ihre Entsorgung ist nicht möglich. Davon bekommt mein Enkelsohn keine Lehrstelle. So verbessert sich mein Verhältnis zu den Kindern nicht. Durch diesen Trick saniere ich keine Beziehungskrise.
Der Petrusbrief meint: Gott kann uns Lasten und Sorgen abnehmen und erleichtern. Sie sind nicht weg. Sie sind nun aber auch von Gott getragen. Von dem Gott und Vater, der mir täglich neu sagt: "Du bist mein." Jetzt trage ich meine Last und Sorge nicht mehr allein.
Sorgen gehören zu unserem Leben. Sie kleben am Leben. Sie lassen sich nicht ohne Schaden herauslösen, nicht ohne Rückstände abziehen wie ein alter Aufkleber. Nicht umsonst sagt Jesus beim Spaziergang am Ufer des See Genezareth: "Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?"
So eine tolle Einladung kann ich doch nicht ausschlagen. Ich jedenfalls werfe meine Sorgen meinem Herrn Jesus zu und bitte ihn um Hilfe. Um diese Hilfe bitte ich jetzt auch für die anderen in der Welt mit ihren Sorgen.