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Finsterwalde
Es geht auch ohne Lehrer und ohne Weihnachtsmann

Ronny Schwitzke, Ringo Strahmann und Marc Hartmann haben durch das Weihnachtsprogramm der Förderschule „Sieben Brunnen“ geführt.
Ronny Schwitzke, Ringo Strahmann und Marc Hartmann haben durch das Weihnachtsprogramm der Förderschule „Sieben Brunnen“ geführt. FOTO: Silvia Dedek
Finsterwalde. Lieder, Gedichte und Tänze gehörten zum Weihnachtsprogramm der Förderschule „Sieben Brunnen“. Von Silvia Dedek

Die Nachricht von der Krankheit des Weihnachtsmannes sorgte in der Wichtelwerkstatt der Förderschule „Sieben Brunnen“ zunächst für einige Aufregung. Schnell jedoch hatten die drei Oberwichtel alias Ronny Schwitzke (17), Ringo Strahmann (13) und Marc Hartmann (18) alles wieder unter Kontrolle. Zum ersten Mal führten mit diesen drei Wichteln Schüler der Förderschule selbst durch das Programm und bewiesen mit Bravour, dass sie dafür nicht nur auf den Weihnachtsmann, sondern auch auf ihre Lehrkräfte verzichten können.

Einige Wochen im Voraus hatten sie bereits zusammen mit Christine Guse und Daniel Pospischil begonnen, sich Texte für ihre Rollen als Weihnachtswichtel und Moderatoren des Programms auszudenken und diese auch selbst am PC festzuhalten. Die Aufregung vor dem großen Auftritt war dennoch riesig.

Am Tag zuvor hatte es bei der ersten Technikprobe noch einige Schwierigkeiten gegeben. Die Generalprobe am Tag selbst verlief dann allerdings besser und so konnten die Wichtel am Abend auf die Nachricht hin, der Weihnachtsmann sei krank, trotzdem zuversichtlich verkünden: „Wir schaffen das auch alleine.“

Marc Hartmann, der sich bei seinen Wichtelkollegen stets nach dem Stand der Dinge erkundigte, erntete mit seiner zufriedenen Replik „Sehr gut. Das läuft heute.“ bereits zu Beginn des Programms erste Lacher aus dem Publikum, welches den drei Wichteln fortan gebannt folgte. Nachdem die typischen Technikgeschenke wie Handys und Playstation schnell zusammengetragen waren, besannen sich Ronny, Marc und Ringo jedoch bald auf andere, nicht materielle Gaben, denen sie eine viel größere Bedeutung beimessen. Auf der Suche nach Liedern, Gedichten und Tänzen wurden sie bei ihren Mitschülern der Förderschule recht schnell fündig. Florian Junker, der das Programm ebenfalls unterstützte, konnte auf die Anfragen der Wichtel hin jedes Mal stolz verkünden: „Ja, so etwas haben wir hier in unserer Schule.“

Stolz waren am Ende auch die Lehrerinnen Anette Jäpel und Simone Andreas: „Die Mitwirkung an diesem Programm ist für alle unsere Schülerinnen und Schüler immer eine besondere Herausforderung. In den Proben sind sie oft noch ganz zurückhaltend, manche bringen kaum einen Ton heraus. Wenn es dann aber ernst wird, kommen sie auf wunderbare Weise aus sich heraus.“

So konnten auch die Lehrerinnen nach dem Programm mit einem Lächeln bestätigen: „Sehr gut. Das lief heute.“