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Erstmals ein reines Frauenteam

Voller Einsatz der Finsterwalder Steffen Birkholz und Hendrik Rumsch (links vom Netz) sowie Robert Herrmann und Lars Jäpel
Voller Einsatz der Finsterwalder Steffen Birkholz und Hendrik Rumsch (links vom Netz) sowie Robert Herrmann und Lars Jäpel FOTO: jgw1
Finsterwalde. Schmettern, Zustellen und Baggern als Endlosschleife gab es am Wochenende auf dem Finsterwalder Marktplatz. Der 7. Finsterwalder Beachcup sorgte mit 28 Zweier- und 32 Vierermannschaften für Beachvolleyball satt in der Sängerstadt. Auf drei Spielfeldern gab es an beiden Tagen 176 Spiele am Netz: Sonnabend bis zum Einbruch der Dunkelheit. Jürgen Weser / jgw1

450 Tonnen Kies waren auf einer Fläche von 850 Quadratmetern verteilt. Im strömenden Regen hatten 20 Helfer des Organisators von den Taifuns der VSG Fortuna am Freitag die drei Spielfelder vorbereitet. Mehr als einhundert Helfer, Schieds- und Kampfrichter sorgten Sonnabend und Sonntag für einen reibungslosen Ablauf des sportliche Großevents, konnten sich Organisationschef Lars Jäpel und Rene Stolpe mit ihren Teams von Taifun und der EE-Sparkasse sowie die Neptun-Helfer freuen. Bürgermeister Jörg Gampe, René Stolpe und Lars Jäpel haben Mannschaften aus 28 Orten von Herzberg, Finsterwalde, Cottbus und Spremberg bis Berlin, Bremen und Oldenburg begrüßt.

Zu einem besonderen Erlebnis wurde die Eröffnung für Ilva. Die Tochter von Moderator Felix Magister bekam ein gesungenes Ständchen von allen Sportlern zum dritten Geburtstag. Auch der RBB-Wetterfrosch hatte sich den Finsterwalder Beachmarktplatz für seine Sendung ausgesucht und für ein regenfreies Wochenende gesorgt.

Neben den Spielfeldern sorgten Gesundheitsoase, AOK-Angebote, Versorgungsstände und die Spiel oase für die Kleinsten für Wohlfühlatmosphäre. Kaupisch-IT garantierten mit ihrer Technik wieder schnelle und exzellente Ergebniserfassung.

Semiprofessionell am Sonnabend und volkssportlich am Sonntag mischten sich Spielspaß und Ehrgeiz um gute Platzierungen. Auf so gutem Niveau wie noch nie erlebten die Zuschauer viele Spiele der Zweierteams mit phantasiereichen Namen. So hatten die Wattwühler aus Oldenburg viel Spaß und eine prima weibliche Fankulisse, mussten sich aber im ungewohnten Niederlausitzer Kies geschlagen geben. Prima schlugen sich die beiden frisch gebackenen Abiturienten Thomas Voß und Paul Schütte aus Jüterbog, die als Sieger bei "Jugend trainiert für Olympia" nach Finsterwalde gekommen waren. "Das Turnier, die Organisation und die Atmosphäre sind Spitze", lobten die Beachcup-Neulinge. Als langjährig erfahrene Sandvolleyballer gingen der Urfinsterwalder Marcus Lentz und der Bremer Tobias Möllers an den Start, mussten aber diesmal vor den Finalspielen die Segel streichen. Mit Organisator Lars Jäpel und Robert Herrmann schaffte es ein Finsterwalder Paar bis ins Viertelfinale und die starken Elsterwerdaer Michael Bischof und Michael Möbius wollten es nach Platz 3 im Vorjahr diesmal unbedingt wissen, wurden jedoch im Halbfinale wegen einer Verletzung im Spiel gegen die spätere Siegermannschaft Mikasa mit Christopher Fischer und Dirk Voßding aus Beelitz und Berlin ausgebremst. Bei anbrechender Dunkelheit besiegten beide nach hartem Kampf Joseph Mönnich und Sven Beelitz aus Malitschkendorf/Jüterbog. Für Christopher Fischer ist es der dritte Sieg in Folge mit Mikasa. René Kollowa und Stefan Albrecht aus Spremberg sicherten sich den dritten Platz.

Etliche junge Frauen machten es in Mixmannschaften den gegnerischen Männern schwer. Zu ihnen gehörten Annika Viete aus Finsterwalde, die mit Marius Röhnert aus Doberlug-Kirchhain am Netz stand, und Bärbel Elsner aus Berlin, die mit Axel Stroisch aus Elsterwerda angetreten war.

Der Sonntag brachte noch mehr Trubel mit den 32 überwiegend heimischen Viererteams samt Fananhang auf den Markt. Dabei gab es erstmals beim Finsterwalder Beach cup überhaupt eine reine Frauenmannschaft, freute sich Cheforganisator Lars Jäpel. "Has'te Has'te" mit Tina Kohl, Nicole Noack, Ariane Lentz, Mareike Roenthal und Katja Zucker sind ein Produkt des Frauenvolleyballs bei Fortuna. Sie starteten gleich mit einem Sieg ins Turnier.

Als "Die untrainierten Vorjahressieger" bauten Stefan Birkholz, Christoph Butters, Markus Lentz, Tobias Möller etwaigen Erwartungen vor, marschierten aber souverän durch die Vorrunde. Die Endergebnisse vom Sonntag lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor.