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| 01:36 Uhr

Ernährungsberaterin Diana Marwitz kontrolliert auf Finsterwalder Wochenmarkt die Preisauszeichnung

Diana Marwitz.
Diana Marwitz. FOTO: Dieter Babbe
Finsterwalde. Ein bekannter Spargelproduzent aus dem Spreewald hatte an seinen Ständen mit einem deutlich sichtbaren Preis von 1,99 Euro geworben. Nur wer näher hinsah, musste feststellen, dass sich der Preis nicht auf ein Kilogramm, sondern nur auf 500 Gramm bezog, hat Diana Marwitz festgestellt. –db-

"Das ist falsch und führt die Verbraucher in die Irre", sagt Ernährungsberaterin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. Das konnte sie dieser Tage auch bei einer Kontrolle auf dem Finsterwalder Wochenmarkt erleben.

Der Vergleich von Preisen ist nicht immer leicht. Lebensmittel werden in so unterschiedlichen Verpackungsgrößen angeboten, dass der Endpreis eines Produktes für eine Preisvergleich nicht taugt. "Deshalb verlangt der Gesetzgeber, bei Lebensmitteln einen vergleichbaren Grundpreis anzugeben", erklärt Diana Marwitz. Danach müssen Waren für ein Kilogramm, ein Liter, 100 Milliliter oder 100 Gramm ausgepreist sein. "Anhand dieser Angabe kann verglichen werden, was 100 Gramm Fruchtjoghurt im 150-Gramm- oder im 200-Gramm-Becher kostet", so die Ernährungsberaterin.

Bei einem Rundgang auf dem Wochenmarkt ist Diana Marwitz von Frank Stellmach vom städtischen Ordnungsamt begleitet worden. Dem kritischen Blick der beiden war nicht entgangen, dass an einem Stand aus Presterwitz neben der richtigen Preisauszeichnung bei Erdbeeren, wo neben dem Preis für 500 Gramm auch der Kilogrundpreis angegeben war, Äpfel aber nur in Drei-Kilo-Beuteln ausgepreist waren - der Grundpreis fehlte hier. Bei einem Spargelbauern aus Göllnitz waren die Preisschilder vorbildlich angebracht, wenngleich auch etwas versteckt für die Kunden. Bei einem Anbieter aus Werenzhain fehlte bei den Erdbeeren der Preis gänzlich - aus Versehen, wie die Verkäuferin bestätigte und sich entschuldigte. Die Kontrolleure stellten keine größeren Versäumnisse fest.

Im erstgenannten krassen Fall beim Spreewalder Spargelproduzenten würde es in Finsterwalde ein saftiges Bußgeld hageln. Frank Stellmach: "Die Geldbuße soll den erzielten Gewinn abschöpfen, sie kann hier deshalb nicht unter 250 Euro liegen." Viel mehr als das Strafgeld treffe die Händler indes der Eintrag ins Gewerbezentralregister.