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Endspurt für Crinitzer Seniorenwohnungen

Jens Poreschack zeigt den zwischen den sanierten Häusern liegenden Park. Er wird noch gestaltet und soll Raum für Erholung im Grünen bieten.
Jens Poreschack zeigt den zwischen den sanierten Häusern liegenden Park. Er wird noch gestaltet und soll Raum für Erholung im Grünen bieten. FOTO: Böttcher
Crinitz. Was lange währt, wird nun offenbar endlich gut. In der Crinitzer Haupt- und Ida-Straße nähern sich 14 beziehungsweise acht Wohnungen in zwei Häusern der Fertigstellung. Gabi Böttcher

Dabei handelt es sich um vor allem auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmte Angebote von 1- beziehungsweise drei 2-Raum-Wohnungen. "Sie sind jetzt im Prinzip bezugsfertig. Kleinere Restarbeiten und die Endreinigung stehen noch an,", sagt Jens Poreschack. Er managt die Bauarbeiten im Auftrag des Eigentümers, der brf GmbH Berlin. Geschäftsführer Hans Gretschuskin, der durch eine frühere Geschäftsteilhabe am Crinitzer Steinzeugwerk auf die leerstehenden Werkshäuser aufmerksam geworden war, legt Wert auf Barrierefreiheit. Fahrstühle ermöglichen den bequemen Zugang zu allen Etagen. Was in den Häusern erhaltenswert war, ist in die neue Zeit übernommen worden. Frische, mediterrane Farben bringen Helligkeit in die Räume. Die Duschen sind ebenerdig eingelassen, für eine künftige Küchenzeile sind die Wände im vorgesehenen Bereich im großen Wohnraum gefliest. Eine Sprechanlage ermöglicht den Bewohnern das bequeme Öffnen der Haustür und die Kontaktaufnahme zum Hausmeister.

Gegenwärtig laufen die Arbeiten an der Außenanlage. Im Innenhof, der eine kleine Parkanlage mit erhalten gebliebenen Linden, Birken und Robinien ist, wird auf einer sechs mal sechs Meter großen gepflasterten Fläche noch ein Pavillon zur gemeinschaftlichen Nutzung aufgestellt. Noch steht der offizielle Termin der Einweihung des neuen Wohnensembles nicht fest. Doch es soll rechtzeitig zu einem Tag der offenen Tür eingeladen werden. In Crinitz beobachtet man die Baufortschritte aufmerksam. Wolfgang Bieberstein, der gleich um die Ecke wohnt: " Das finde ich sehr in Ordnung, dass es für ältere Menschen jetzt so ein Angebot gibt." Dass es auch Interesse an den Wohnungen gibt, spürt Jens Poreschack an so mancher Nachfrage direkt auf der Baustelle. Dass die Wohnungen bereits im Sommer vorigen Jahres fertig sein sollten, wird wohl spätestens in diesem Herbst vergessen sein. Dann wird über die vielfältigen Ursachen für die Bauverzögerungen wie Problemen mit dem Fahrstuhleinbau geschmunzelt werden können. Zum Baubeginn im Jahr 2015 hatte Hans Gretschuskin Gelassenheit signalisiert, was das Tempo der Arbeit anging. Aus diesem Grund: "Wir haben keine Banken im Nacken, wir finanzieren die Wohnungen selbst."