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| 02:38 Uhr

Endlich wieder Leben im Bad

Sieger der Kategorie unter 11 Jahre (v. l.): Vincent Hanuschka (acht Jahre mit 8000 m, Platz 3; Amélie Mocker (zehn Jahre mit 17 600 m Platz 1; Janice Beger (neun Jahre mit 11 800 m, Platz 2).
Sieger der Kategorie unter 11 Jahre (v. l.): Vincent Hanuschka (acht Jahre mit 8000 m, Platz 3; Amélie Mocker (zehn Jahre mit 17 600 m Platz 1; Janice Beger (neun Jahre mit 11 800 m, Platz 2). FOTO: Karla Fornoville
Tröbitz. Sonniges Wetter und 28 Grad Wassertemperatur haben ideale Bedingungen für die Jagd nach dem Streckenrekord im Wasser geboten. So wurde dann auch das 2. Tröbitzer 24-Stunden-Schwimmen zu einem Erfolg. Karla Fornoville

Es sollte ein rekordverdächtiges Schwimmwochenende werden. 110 Teilnehmer waren angemeldet. Und die Schwimmer hatte das Erfolgsvirus gepackt. Angespornt von der in Aussicht gestellten Prämie der Sparkassenstiftung "Zukunft Elbe-Elster-Land" von maximal 700 Euro schwammen die Freizeitsportler durchgehend auf allen fünf Bahnen um die längste Strecke. Dabei kämpften 66 Einzelschwimmer neben sechs Mannschaften mit durchaus ausgefallenen Mannschaftsnamen wie "Vattenloppor", was soviel wie Wasserflöhe heißt, oder "Die Nichtschwimmer" um den Mannschaftspokal. Am Ende waren die "Wasserflöhe" mit insgesamt 141,8 Kilometer die Besten, wobei auch die "Nichtschwimmer" mit 83,2 Kilometern bewiesen, dass sie sehr wohl schwimmen können.

Es wurde aber nicht nur um Pokale gekämpft, sondern auch um Medaillen. Dafür mussten die jüngsten Teilnehmer ganze 1000 Meter zurücklegen, für Jugendliche bis 18 Jahre lag die Marke bei 2000 Metern, Erwachsene mussten mindestens 4000 Meter schwimmen. Fast alle schafften diese Vorgabe, sodass die Veranstalter sogar Sorge haben mussten, ob die 120 bestellten Medaillen am Ende wohl reichen würden.

Das eigentliche Ziel, nämlich die die 445 Kilometer aus dem Vorjahr zu toppen und dabei mindestens 500 Kilometer zu schwimmen, wurde schon nach nahezu der Hälfte der Zeit erreicht. Am Ende standen von 161 Teilnehmern geschwommene 1 092 800 Meter zu Buche, was in einem 25-Meter-Wettkampfbecken unglaublichen 43 712 Bahnen entspricht.

Wie im letzten Jahr wurde das bunt gemischte Teilnehmerfeld auch diesmal dem Motto "für jedermann" gerecht. So hatten sich neben einzelnen Sportschwimmern vor allem Freizeitschwimmer aller Altersklassen aus dem gesamten Landkreis angemeldet. Manche Teilnehmer kamen sogar von weiter her, zum Beispiel aus Hannover oder Stralsund. Der jüngste Schwimmer, Phil-Louis Zeddel, kam aber aus Tröbitz und war gerade einmal vier Jahre alt. Mit dem Seepferdchen in der Tasche schwamm er 1000 Meter.

Nicht wenige machten die Nacht zum Tage, um einen der begehrten Nachtpokale zu erhalten, die es bei Flutlicht und Unterwasserbeleuchtung zu gewinnen gab. Sogar Geburtstagsfeiern und Grillpartys wurden zugunsten des Schwimmwettkampfes vorzeitig verlassen.

Jedoch standen nicht nur die Streckenrekorde im Mittelpunkt des Schwimm-Marathons, sondern vor allem die großartige Stimmung und der engagierte Einsatz aller Helfer, die größtenteils selbst Teilnehmer waren. Eine solche Veranstaltung will von der Vorbereitung über die Durchführung bis hin zur Auswertung gut organisiert sein. Dafür hat die Gemeinde Tröbitz gerne auf das Know-How den Teams um Carola Jann-Lück von der Wasserwacht Falkenberg zurückgegriffen. Die Zusammenarbeit hat auch diesem Jahr wieder reibungslos geklappt und die Atmosphäre war super, resümierten die Verantwortlichen.

Mehr Besucher als im vergangenen Jahr nutzten das Angebot auf der großen Liegewiese im Bad zu zelten. Ganze Familien schlugen ihr Lager auf und fühlten sich wie im Urlaub. Auch die nahe gelegene Sauna wurde in der Nach genutzt, um sich ein wenig aufzuwärmen und die Muskeln zu entspannen. Beachvolleyball, Kinderspielplatz und der neue Spieleanhänger mit großer Hüpfburg boten für jeden die richtige Beschäftigung während der Schwimmpausen. Das Bad hat die idealen Voraussetzungen für ein solches Schwimmspektakel. Da kommen die Leute gerne wieder.

Unterstützt wurde diese einzigartige Breitensportveranstaltung von zahlreichen Unternehmen aus dem Landkreis. Eine solches Event kann eben nur zum Erfolg geführt werden, wenn sie von breiten Schultern getragen wird.

Fazit des Wochenendes, wie eine Teilnehmerin zum Ehrengast der Siegerehrung, Klaus Kreft, sagte: "Endlich wieder Leben im Erlebnisbad." Das 3. Tröbitzer 24-Stunden-Schwimmen kommt gewiss.