ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:35 Uhr

Ende März sind Brandwohnungen wieder saniert

Heiko Richter (l.) und Christian Drößigk von der Firma Uesa Uebigau bei Arbeiten an den Schaltkästen.
Heiko Richter (l.) und Christian Drößigk von der Firma Uesa Uebigau bei Arbeiten an den Schaltkästen. FOTO: Rudow
Falkenberg. Sachschaden in Höhe von etwa 440 000 Euro haben die Brände seit September in dem Wohnblock Am Stadtpark 1 bis 7 in Falkenberg angerichtet. Seit Wochen gehen hier Handwerker ein und aus. Ende März sollen die Mieter nun wieder einziehen können. Birgit Rudow

Noch immer zuckt Sabine Endemann, Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft "Elsteraue", zusammen, wenn sie eine Sirene hört. Die Gesellschaft ist Vermieterin der Wohnungen im Wohnblock "Am Stadtpark 1 - 7" in Falkenberg, in dem in den vergangenen Monaten mehrmals Feuer ausgebrochen ist. Spätestens zum 31. März, so Endemann, können die Wohnungen wieder bezogen werden. "Priorität haben die Wohnungen der Mieter, die in Ersatzwohnraum untergebracht sind. Sie sollen so schnell wie möglich wieder einziehen können", bekräftigt die Geschäftsführerin. Im Aufgang 7 ist die Heizung wieder hochgefahren. Auch der Strom ist wieder da. Die Elektriker der Uebigauer Firma Uesa sind mit dem Aufgang 7 fertig. Die Schaltkästen im Keller mussten komplett erneuert, die Leitungen in die Wohnungen zum Teil neu gelegt werden. Mit dem Aufgang 5 haben die Kollegen noch vor einigen Tagen begonnen, die anderen Aufgänge sollen demnächst folgen. Seit den Bränden an Weihnachten waren erstmal viele Dinge zu organisieren. Das hat Zeit gekostet. Doch nun geht es Schlag auf Schlag.

Sabine Endemann ist den Firmen sehr dankbar. Die Uesa-Leute arbeiten flott und die Firma Heizung und Sanitär Priesel aus Falkenberg verlegt die Rohrleitungen neu, sagt sie. Doch erstmal musste der Ruß überall raus. "Dann kommt noch eine Firma, die wäscht das gesamte Haus ab. Das muss man sich mal vorstellen, das dauert eine Woche", sagt die Geschäftsführerin.

Nach dem ersten Brand am 16. September vergangenen Jahres, der durch einen technischen Defekt im Keller hervorgerufen wurde, waren 25 Wohnungen unbewohnbar, weil es keine Heizung und keinen Strom gab. Der Schaden war gerade behoben, als es Anfang Dezember erneut in einem Kellerverschlag brannte. Diesmal soll es Brandstiftung gewesen sein. Im Dezember brennt es noch weitere zwei Mal in dem Wohnblock, so auch am Heiligabend. Bewohner müssen evakuiert werden und können erst einmal für Wochen nicht in ihre Wohnungen. Strom-, Abwasser- und Regenentwässerungsleitungen sind verschmort. Die Nerven der Mieter liegen blank. Einige von ihnen sind ganz ausgezogen, andere in Ausweichwohnungen untergekommen. Insgesamt beträgt die Schadenssumme, die laut Sabine Endemann durch Versicherungen gedeckt ist, bei 440 000 Euro. In wenigen Wochen soll alles wieder in Ordnung sein. Die Mieter, die möchten, können zurück.