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| 02:37 Uhr

Eltern von Autorin im verlorenen Zug

Finsterwalde. "Die Glücksfabrik" heißt der eindrucksvolle Roman von Saskia Goldschmidt, der am Sonntag in Finsterwalde vorgestellt wird. Die niederländische Autorin beschäftigt sich darin mit der Zusammenarbeit des Hormonforschers Ernst Laqueur mit dem Schlachthofbesitzer Saal van Zwanenberg. red/gb

Eine ideale Verbindung, denn Insulin wurde zuerst aus den Bauchspeicheldrüsen von Schweinen und Testosteron aus Pferdehoden gewonnen. Der Vater der Autorin, Paul Goldschmidt, war mit seiner Frau Renate, einer Tochter Laqueurs, im sogenannten verlorenen Zug, der am 23. April 1945 in Tröbitz von der Roten Armee befreit wurde. Saskia Goldschmidt bekam Zugang zum Firmenarchiv von Organon International und gestaltete auf der Grundlage von Originaldokumenten einen faszinierenden Roman, der auch vom Überlebenskampf der jüdischen Protagonisten gegen Nazideutschland handelt.

Lesung im Kreismuseum Finsterwalde, Sonntag, 15 Uhr.