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| 18:51 Uhr

Nach der Landtagswahl
Elbe-Elster-Sozialdemokraten geben sich kämpferisch

 Dominic Hake ist Vorsitzender der Jusos im Elbe-Elster-Kreis und Stadtverordneter in Finsterwalde.
Dominic Hake ist Vorsitzender der Jusos im Elbe-Elster-Kreis und Stadtverordneter in Finsterwalde. FOTO: SPD
Finsterwalde. Trotz eines verlorenen Landtagsmandats und kaum kommunalpolitischer Position möchte die SPD in Elbe-Elster relevant bleiben. Von Daniel Roßbach

Nach der Landtagswahl am letzten Sonntag ist es zwar wahrscheinlich, dass die SPD in Brandenburg trotz Stimmverlusten Regierungspartei bleibt. Und auch die Sozialdemokraten in Elbe-Elster geben sich kämpferisch – nicht zuletzt in Reaktion auf einen Artikel in der RUNDSCHAU, der fragte, ob sich mit dieser Wahl ihr Ende in der Region abzeichne.

„Ja, wir haben jetzt zwei AfD-Vertreter für den Landkreis im Landtag. Aber wir werden jetzt scharf darauf schauen, was sie für den Landkreis bringen“, sagt Dominic Hake, Vorsitzender der Jusos im Kreis und Stadtverordneter in Finsterwalde. Auch die Wähler der rechten Partei lade man ein, genau darauf zu achten, ob die Landtagsabgeordneten Volker Nothing und Peter Drenske – Mitglied in dem fremdenfeindlichen Verein „Zukunft Heimat“ – in ihrem Interesse handeln.

Für die SPD hat hat sich die Lage in Elbe-Elster aber in der Tat verschlechtert: Barbara Hackenschmidt und Kerstin Weide konnten die Direktmandate nicht gewinnen, und so gibt es keine sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten mehr. Ebenso wenig wie Bürgermeister oder Amts­direktoren. Dass es damit auch kein Abgeordnetenbüro in Elbe-Elster mehr geben wird, soll aber nicht bedeuten, dass die Partei hier nicht mehr präsent sein wird, wie Hake sagt.

„Natürlich ist das auch ein finanzieller Verlust für unsere Strukturen hier“, gesteht Hake ein. Aber keiner, der nicht aufgefangen werden könne. Das könne auch die SPD auf Landesebene leisten, indem sie ein eigenes Büro in der Region einrichtet: „Auch wenn man kein Mandat hat, muss man für die Leute ansprechbar sein. Dazu trägt natürlich auch ein Bürger-Büro bei.“ Dominic Hake will sich auf einer Sitzung der Landes-Partei in dieser Woche um Mittel dafür bemühen.

„Barbara Hackenschmidt war nicht unsere einzige ‚Frontfrau’“, widerspricht Hake der Aussage, nach ihrer Wahlniederlage fehle der SPD engagiertes Personal. Auch dabei, mögliche Kandidatinnen und Kandidaten für zukünftige Wahlen ohne Mandate zu profilieren, sollen neue außer-parlamentarische Strukturen helfen: „Ein oder zwei Regionalbeauftragte könnten diese Rolle ausfüllen.“