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| 14:15 Uhr

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Die Schulbank im Ausland drücken

 Über ein Teilstipendium durften sich in diesem Jahr (vordere Reihe, v.l.) Florentine Wehner, Anna-Lena Klonnek, Linda Herrmann und Lisa-Marie Steinfeld freuen. Hintere Reihe, v.r. der Vorstand der Sparkassenstiftung Thomas Hettwer, Jürgen Riecke, Uwe Boche.
Über ein Teilstipendium durften sich in diesem Jahr (vordere Reihe, v.l.) Florentine Wehner, Anna-Lena Klonnek, Linda Herrmann und Lisa-Marie Steinfeld freuen. Hintere Reihe, v.r. der Vorstand der Sparkassenstiftung Thomas Hettwer, Jürgen Riecke, Uwe Boche. FOTO: LR / Stephan Meyer
Finsterwalde. Mit rund 10 000 Euro finanziert die Stiftung der Sparkasse Elbe-Elster vier Teilstipendien für schulische Auslandsaufenthalte. Von Stephan Meyer

Die Schulbank im Ausland drücken, dürfen demnächst wieder vier Schülerinnen aus dem Elbe-Elster-Kreis. Sie verlassen die Region für bis zu einem Schuljahr und können neue Erfahrungen sammeln. Da ein Auslandsschuljahr mit hohen finanziellen Kosten verbunden ist, können sich Anna-Lena Klonnek aus Schönewalde, Florentine Wehner aus Ahlsdorf, Linda Herrmann aus Finsterwalde und Lisa-Marie Steinfeld aus Bad Liebenwerda über ein Teilstipendium der Stiftung der Sparkasse Elbe-Elster freuen.

Während es Florentine und Linda in die USA verschlägt, reist Anna-Lena nach Brasilien und Lisa-Marie nach Australien. Favorit unter den Bewerbern sei aber eindeutig die USA, verrät Thomas Hettwer, Vorstandsmitglied der Stiftung, vor Beginn der symbolischen Stipendienübergabe. Was er noch festgestellt hat, unter den Bewerbern sind Jungs eindeutig in der Minderheit.

Zur Übergabe waren auch Schüler aus der Region eingeladen. Um ihnen Mut zu machen, auch einmal einen Auslandsaufenthalt anzustreben, berichteten die Stipendiatinnen des vergangenen Jahres von ihren Erfahrungen, die sie fern der Heimat gemacht haben.

Zum Beispiel Leonie Engelmann, die sich Irland ausgesucht hatte. Zwar beschrieb sie ihre Gastfamilie als nett, viel unternommen hätten sie leider jedoch nicht gemeinsam. Dadurch habe sie viele Ausflüge alleine gemacht und sei viel selbstständiger geworden. Auch Franziska Sonntag hat sich verändert. Sie verbrachte ein Jahr in den USA und ist erst vor wenigen Tagen zurückkehrt. Beschrieb ihre Lehrerin sie vor der Reise noch als schüchtern und zurückhaltend, sei sie nun viel selbstbewusster. Franziskas Mutter gab den anwesenden Eltern folgenden Tipp auf den Weg: „Vertraut auf eure Kinder, die packen das.“ Ihre Tochter sei aus den USA als erwachsene junge Frau zurückgekehrt.

Seit 2001 vergibt die Stiftung die Teilstipendien. Bis 2018 wurden 97 Schülerinnen und Schüler mit insgesamt rund 160 000 Euro unterstützt. Die Gesamtförderung für die vier Schülerinnen, die dieses Jahr von der Stiftung auserwählt wurden, beläuft sich auf knapp 10 000 Euro.