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| 11:09 Uhr

Höchste Milchqualität in Brandenburg
Sehr gute Qualität, niedriger Verkaufspreis

 Matthias Böhme (l.), Herdenmanager der Agrargenossenschaft Werenzhain, und Genossenschaftsvorstandsmitglied Dieter Heyde (r.) vor ihren Milchkühen. Der Betrieb wurde jüngst für seine hervorragende Milchqualität ausgezeichnet.
Matthias Böhme (l.), Herdenmanager der Agrargenossenschaft Werenzhain, und Genossenschaftsvorstandsmitglied Dieter Heyde (r.) vor ihren Milchkühen. Der Betrieb wurde jüngst für seine hervorragende Milchqualität ausgezeichnet. FOTO: LR / Stephan Meyer
Trebbus. Zwei Landwirtschaftsbetriebe aus Elbe-Elster wurden für ihre Milchqualität ausgezeichnet. Von Stephan Meyer

Wer Milch aus Brandenburg kauft, kann sich sicher sein, dass die Qualität stimmt. Ganzjährig wird die Milchgüte von 361 Landwirtschaftsbetrieben vom Landeskontrollverband Berlin-Brandenburg überprüft. Weit über 90 Prozent erfüllen die Kriterien des Verbandes, so Geschäftsführer Dr. Manfred Hammel. Ein Mal im Jahr werden auf Grundlage der erhobenen Daten des Verbandes auf der Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung (BraLa) in Paaren/Glien die fünf Landwirte mit den besten Messergebnissen für ihrer hervorragende Milchqualität ausgezeichnet. Am vergangenen Donnerstag durften gleich zwei Landwirtschaftsbetriebe aus dem Landkreis Elbe-Elster eine Auszeichnung entgegennehmen – die Agrargenossenschaft Mühlberg und die Agrargenossenschaft Werenzhain.

Die Agrargenossenschaft Werenzhain hat bereits zum achten Mal gewonnen. Circa 500 Milchkühe nennt der Betrieb sein eigen. Sie werden zwei Mal täglich gemolken. Dabei kommen je Kuh und Jahr rund 10 000 Kilogramm Milch zustande. Seit längerer Zeit produziert die Agrargenossenschaft Rohmilch ohne Gentechnik. Das heißt, das Futtermittel der Kühe enthält keine genveränderten Komponenten. Doch die Verbraucher seien nicht immer bereit für die ausgezeichnete Qualität zu zahlen, erklärt Dieter Heyde, Vorstandsmitglied der Agrargenossenschaft. Der Netto-Milchauszahlungspreis, den die Genossenschaft pro Liter bekommt, beträgt 35 bis 36 Eurocent, erklärt er. „Eine kostendeckende Milchproduktion ist so kaum möglich“, kritisiert Heyde. 2015 bis 2016 habe der Preis sogar nur bei 26,54 Eurocent gelegen.

Je besser die Fett- und die Eiweißwerte der Milch, desto mehr Geld bekommt ein Betrieb für seine Milch, erläutert Matthias Böhme, Herdenmanager des Werenzhainer Betriebs. Er bemängelt, dass sich die Milchpreise seit 1990 nicht wesentlich verändert hätten, während im Vergleich andere Lebensmittel, wie beispielsweise Backwaren, teurer geworden sind.