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| 15:10 Uhr

Ein einmaliges Kinoerlebnis
Eislaufschuhe aus dem Olympiajahr 1976 mitgebracht

Anke Harenz-Kaciran (Mitte) freut sich, ihre Eislaufidole Christine Stüber-Errath (rechts) und Marina Kielmann dicht bei sich zu haben.
Anke Harenz-Kaciran (Mitte) freut sich, ihre Eislaufidole Christine Stüber-Errath (rechts) und Marina Kielmann dicht bei sich zu haben. FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. Die einstigen Sportstars Christine Stüber-Errath und Marina Kielmann sorgen im Finsterwalder „Weltspiegel“ für viel Andrang. Von Jürgen Weser

Andrang herrschte am Dienstagabend kurz vor Acht an der Kasse im Kino „Weltspiegel“. Viele Eiskunstlauffans wollten sich den Film „Die Anfängerin“ und den Auftritt der beiden ehemaligen Eiskunstlaufstars Christine Errath und Marina Kielmann nicht entgehen lassen. Möglich gemacht hatte die einmalige Aufführung in Finsterwalde Anke Harenz-Kaciran als einer der größten Eiskunstlauffans in Finsterwalde.

Schon vor dem Film gab es im Kinofoyer Signier- und Fotowünsche mit den ehemaligen Stars, bevor Christine Stüber-Errath allen Besuchern ein schönes Filmerlebnis wünschte und empfahl, Taschentücher bereit zu halten. Besonders eingeladen sitzen sportliche Macher der Sängerstadt wie Sieglinde und Günter Hartung und Inge und Hans-Jürgen Kaule im Saal. Auch Katrin Gröbe als Sängerfestvereinsvorsitzende und Renate Matika vom Seniorenbund der Stadt werden von Errath als lobenswerte Beispiele begrüßt  Der Film erzählt mit viel Gefühl die Geschichte der 58-jährigen Dr. med. Annabärbel Buschhaus, die aus ihrer freudlosen Welt und der selbst zugelegten Kälte ausbricht. „Es ist nie zu spät, die Träume der Kindheit zu verwirklichen“, lautet das Motto des Filmes, das Christine Stüber-Errath den Besuchern im Finsterwalder Kino wärmstens ans Herz legt.

So begibt sich die frustrierte Annabärbel, kurz vor Weihnachten von ihrem Mann verlassen und von der perfektionistischen Mutter gegängelt, nach 50 Jahren wieder auf die Eisbahn, kämpft sich gegen Widrigkeiten durch und gewinnt die Freundschaft eines jungen Nachwuchstalentes. Großartig spielen Ulrike Krumbiegel und Annekatrin Bürger und die junge Maria Rogozina in den Hauptrollen. Für Eiskunstlaufliebhaber gibt es wundervolle Eislaufszenen. „Sehr authentisch und nah an der Realität der speziellen Eislaufszene, wie Christine Stüber-Errath und Marina Kielmann im Zuschauergespräch bestätigen. Vor allem das Mitwirken zahlreicher Laienläufer wird hervorgehoben. Kaum zu bremsen ist beim Erzählen Christine Stüber-Errath, die selbst für den Film, in dem sie eine Eislaufrolle spielt, nach Jahrzehnten wieder mit dem Eislaufen begonnen hat. Für sie ist „Die Anfängerin“ in Regie von Alexandra Sell „der erste wirklich authentische Eiskunstlauffilm“. So erfahren die Finsterwalder, dass die Geschichte zum Teil an ihre eigenen Erlebnisse als Nachwuchstalent und als jetzige Hobbyläuferin mit Senioren angelehnt ist.

Die Weltmeisterin und dreifache Europameisterin Christine Errath hat Eislaufkleidchen von damals und heute mitgebracht und ihre Eislaufschuhe aus dem Olympiajahr 1976, mit denen sie in Montreal Bronze holte. Mitgebracht hat sie auch ihr Erinnerungsbuch „Meine erste 6,0“. Für Anke Harenz-Kaciran ist der Dienstagabend ein großartiges Erlebnis. Sie hat die Premiere des Filmes im Januar miterlebt, hat Marina Kielmann, die aus ihrem jetzigen Leben als Trainerin berichtete, 1998 kennengelernt und ist riesig froh, den Film mit den beiden Stars nach Finsterwalde geholt zu haben. Warum Christine Errath nicht in die Trainingsgruppe von Erfolgstrainerin Jutta Müller in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) gegangen sei, will Bernd Heidenreich wissen und erfährt, dass sie in Berlin bleiben wollte und dadurch auch ein paar Nachteile in Kauf nehmen musste. Ob es noch Kontakt zu Mitkonkurrentinnen gebe, wollte Detlef Schulze aus Finsterwalde wissen und dass er „unbedingt Christine Errath sehen wollte“, verrät er. „Natürlich war der Film toll“, schwärmt er wie auch Annette Engelmann. Mit Beifall und dem Wunsch auf ein Wiedersehen werden beide Eiskunstlauflegenden aus Finsterwalde verabschiedet.

Wer den Film noch einmal sehen möchte, hat dafür am Sonntagabend um 19 Uhr an der Neuen Bühne Senftenberg Gelegenheit.