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| 13:27 Uhr

Janusz-Korczak-Kolleg Finsterwalde
Einzug erst in den Herbstferien

Für eine später hier entstehende Krippe und Kita der Evangelischen Schulgemeinschaft Niederlausitz gGmbH wird gegenwärtig am  ehemaligen Gebäude des Gymnasiums in der Finsterwalder Tuchmacherstraße ein Zaun um den Außenspielbereich errichtet. Pfarrer Stefan Branig schaut, wie  Hausmeister Thomas Klauß vorankommt.
Für eine später hier entstehende Krippe und Kita der Evangelischen Schulgemeinschaft Niederlausitz gGmbH wird gegenwärtig am ehemaligen Gebäude des Gymnasiums in der Finsterwalder Tuchmacherstraße ein Zaun um den Außenspielbereich errichtet. Pfarrer Stefan Branig schaut, wie Hausmeister Thomas Klauß vorankommt. FOTO: LR / Gabi Böttcher
Finsterwalde. Es bleibt dabei: Die Evangelische Grundschule Finsterwalde zieht aus der Wilhelm-Liebknecht-Straße in das ehemalige Gebäude des Sängerstadt-Gymnasiums in der Tuchmacherstraße. Doch das geschieht nicht bis zum Beginn des neuen Schuljahres, sondern erst in den Oktoberferien. Von Gabi Böttcher

Zu Wochenbeginn sind die Eltern schriftlich über den neuen Zeitplan informiert worden. Pfarrer Stefan Branig von der Geschäftsführung der Evangelischen Schulgemeinschaft Niederlausitz gGmbH zeigt sich entspannt und gewinnt dem Zeitgewinn für die anstehenden Vorbereitungen Positives ab. Jetzt sei das Gebäude, das zuletzt bis zum Sommer 2016 als Notunterkunft für Asylbewerber genutzt worden war, leer und die Arbeiten könnten ausgeführt werden, ohne den Schulbetrieb zu stören.

War man noch im Februar davon ausgegangen, es bis zum Beginn des neuen Schuljahres zu schaffen, so stellten sich besonders die Anforderungen an die Brandschutzvorkehrungen als eine zeitintensive Herausforderung dar. Für die Umnutzung des Gebäudes von der Notunterkunft zurück zur Schule seien hier einige Aufgaben zu lösen. Für den künftigen Fluchtweg für Grundschüler und Hortkinder seien zusätzliche Brandschutzwände einzubauen, die Türen müssten ebenfalls den Anforderungen des Brandschutzes folgen. Entsprechende Lieferzeiten einrechnend, habe man sich entschlossen, lieber alles in Ruhe fertigzustellen und deshalb den Umzug auf die Herbstferien zu verschieben. Eine gute Zusammenarbeit und Unterstützung habe es vom kreislichen Bauamt gegeben, lobt Stefan Branig.

Unterdessen kann er schon mit einigem Stolz durch das Haus führen, in dem sich in den zurückliegenden Monaten viel getan hat. Ein großes Dankeschön geht dabei nicht nur an eigene Mitarbeiter und die Firmen, sondern vor allem an die Eltern, die so manchen Klassenraum in ein Schmuckstück verwandelten. Etwa 130 Kinder in der Grundschule und gut 100 Kinder im Hort sollen nach den Oktoberferien die großzügigen Räume beziehen. Ungewohnt ist diese Weite im Vergleich zum bisherigen Domizil. „Wir werden sehen, wie wir die Atmosphäre noch ein wenig heimeliger gestalten können“, sagt Stefan Branig.

 Auch in der unteren Etage, die zunächst von einer ersten Krippen-Gruppe in Besitz genommen werden soll, ist der Wasch- und Sanitärraum eingerichtet. 24 Krippen- und 36 Kita-Plätze sollen in der neuen Einrichtung für die Jüngsten entstehen. „Aber damit wollen wir uns Zeit lassen. Am liebsten sollten die Krippenkinder in die Kita hinüberwachsen“, sagt Stefan Branig. Für den Außenbereich für Krippe und Kita ist ein erstes Spielgerät bestellt. Hausmeister Thomas Klauß ist derzeit damit beschäftigt, einen Zaun um die Grünanlage vor der Schule zu ziehen, die bald zum Reich für die Jüngsten werden soll.

Bevor im oberen Stockwerk der Schule staatlich anerkannte Erzieher ausgebildet werden, die auch religionspädagogisches Rüstzeug mit auf ihren Weg bekommen, ist das Schuljahr 2019/20 abzuwarten. „Wir freuen uns über ein Angebot des Landkreises, bei dieser Ausbildung mit dem Oberstufenzentrum Elbe-Elster zusammenzuarbeiten. Dieses Angebot prüfen wir gerade und möchten uns noch in diesem Jahr entscheiden, ob wir den Weg gemeinsam gehen“, erklärt Stefan Branig. Dass die gesamte Niederlausitz von einem solchen Ausbildungsangebot profitieren würde – davon ist er überzeugt. Den neuen Bildungsstandort der Evangelischen Schulgemeinschaft Niederlausitz in der Finsterwalder Tuchmacherstraße mit dem Namen „Janusz-Korczak-Kolleg“ sieht er auf einem guten Weg.