ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:00 Uhr

Eingangstor zur Stadt verschönern

Doberlug-Kirchhain.. In diesem und im nächsten Jahr hat das Land zusätzlich 10 Millionen Euro für den Öffentlichen Personen- und Nahverkehr locker gemacht. Zum Glück für Doberlug-Kirchhain. Denn die Kloster- und Gerberstadt könnte dadurch für etwa eine Million Euro das Umfeld am Bahnhof auf Vordermann bringen. Von Heike Lehmann

„Der Bahnhofsvorplatz in Doberlug-Kirchhain ist einer der wenigen im Elbe-Elster-Kreis, die noch im ursprünglichen Zustand sind“ , formulierte es Bürgermeister Bodo Broszinski vor den Abgeordneten recht vorsichtig. Mit anderen Worten: Hier ist jahrelang nicht wirklich etwas getan worden. Das blieb selbst beim Landkreis nicht unbemerkt. Denn der unterstützt eine großzügige Förderung, um das Eingangstor zur Stadt ein bisschen auf Vordermann zu bringen.

Geringer Eigenanteil
Für die Stadt mit ihrem gebeutelten Haushalt ist es eine willkommene Chance. Denn bei einer Investitionssumme von einer Million Euro hätte die Kommune lediglich einen Eigenanteil von rund 64 000 Euro aufzubringen.
Ein Entwurf von der Agentur BahnStadt, einem Berliner Verkehrs- und Stadtplanungsbüro, das auf Bahnhofsplanungen spezialisiert ist, liegt im Rathaus bereits vor und machte eine erste Runde im Hauptausschuss. Zur nächsten Sitzung des Bauausschusses, kündigte Broszinski an, werden die Planer zu Gast sein und über ihre Vorstellungen detaillierter informieren.

Unbefriedigende Situation
Die gegenwärtige Situation am Bahnhof sei unbefriedigend und beschäftige die Verantwortlichen schon seit langem, erklärte der Bürgermeister. „Ein Bahnhof ist für viele Reisende der erste Kontakt mit der Stadt, vermittelt einen ersten Eindruck. Und der sollte entsprechend gut sein.“
In Doberlug-Kirchhain hingegen gäbe es einiges zu verbessern. „Die Parkplatzsuche am Bahnhof reicht teilweise bis zum Netto-Markt oder ans alte Krankenhaus. Die Bushaltestelle ist in der Kritik, die Beleuchtung erschreckend. Die Fahrbahnbeschaffenheit lässt zu wünschen übrig“ , zählte das Stadt oberhaupt auf, was am gegenwärtigen Zustand rund um den Bahnhof in der Kritik steht.
Zum anderen wünsche man sich nicht erst seit der Eröffnung der Reiseservice-Agentur einen größeren touristischen Charakter des Bahnhofes. „Zum Beispiel gehört die Fahrradausleihstation an den Bahnhof, damit Ankommende nicht erst einmal durch die Stadt laufen müssen, um sich im Touristbüro im Weißgerbermuseum ein Fahrrad auszuleihen“ , nahm Broszinski auf die aktuelle Praxis Bezug.
Der Bahnhof Doberlug-Kirchhain soll unter anderem eine neue Ausfahrt erhalten. Nach der Neugestaltung werden genügend Parkplätze vorhanden sein, um das derzeitige ungeordnete Parken auszuschließen. Ein ordentlicher Fahrradständer ist vorgesehen.
Die Fläche sei zwar noch Eigentum der Deutschen Bahn AG, aber einer Zuordnung zur Stadt stünde nichts im Wege, verkündete der Bürgermeister. Ein altes Postgebäude, was sich hier noch befände, solle abgerissen werden.

Antrag bis Ende des Monats
Im Rathaus müssen jetzt die Planungsunterlagen erstellt werden, damit bis spätestens Ende des Monats ein qualifizierter Fördermittelantrag eingereicht werden kann. In der nächsten Ausschussrunde wird den Abgeordneten ein entsprechender Beschlussvorschlag vorliegen, denn sie müssen entscheiden, ob und wie die 64 000 Euro im Haushalt der Stadt eingearbeitet werden.
Sind alle Vorarbeiten auf den Weg gebracht und liegt der Bewilligungsbescheid vor, könnte im nächsten Jahr mit der Baumaßnahme begonnen werden.