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| 02:37 Uhr

Ein Wunder, ein verpasster Rekord und eine Premiere

Premiere hatte ein Vortrag über Tröbitzer Ortsgeschichte von Hartmut und Gudrun Mörlin.
Premiere hatte ein Vortrag über Tröbitzer Ortsgeschichte von Hartmut und Gudrun Mörlin. FOTO: Heike Lehmann
Tröbitz. Sowohl der Tröbitzer Bürgermeister Holger Gantke (CDU) als auch der Amtsdirektor vom Amt Elsterland, Andreas Dommaschk, haben beim Neujahrsempfang in Tröbitz das Jahr 2015 als "sehr erfolgreich" gewürdigt. Viele geladene Gäste, darunter Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU), die Landtagsabgeordneten Anja Heinrich (CDU) und Diana Bader (Linke), waren dazu ins Seminarhaus Tulowietzki gekommen. Heike Lehmann

Meilenstein für Tröbitz war im vergangenen Jahr die Wiedereröffnung der sanierten Turnhalle. Mit Freude zitierte Gantke das Gemeindekirchenblatt, wo vom "Wunder von Tröbitz" die Rede war. Dank der neuen Fotovoltaik-Anlage auf dem Sporthallendach hat sich der Zuschuss zum Erlebnisbad halbiert. Die Schwimmbadsaison schrammte knapp am Besucherrekord von 2013 vorbei. "Das ist vor allem dem großen Engagement der Crew um Schwimmmeister Maik Gentsch zu verdanken", lobte der Bürgermeister. Das 24-Stunden-Schwimmen blieb unter den Erwartungen. Bei der fünften Auflage am 2./3. Juli 2016 hoffen die Tröbitzer wieder auf besseres Wetter und mehr geschwommene Kilometer.

Besonderer Höhepunkt und international beachtet war der 70. Jahrestag der Befreiung vom "Verlorenen Transport" mit der neuen Stelen-Freiluftausstellung für dieses jüdische Kapitel in der Tröbitzer Geschichte. Dazu gehört auch der erste offizielle Besuch einer Tröbitzer Abordnung in der Gedenkstätte Bergen-Belsen.

Andreas Dommaschk verwies auf die rege Bautätigkeit im Amtsgebiet. "Weit über zwei Millionen Euro haben wir 2015 in die Infrastruktur investiert", fasste er zusammen. Neben der Turnhalle in Tröbitz ist die Sporthalle in Rückersdorf saniert worden. Am 18. Februar ist dort feierliche Übergabe. Die Grundschule in Rückersdorf soll 2016 im Innern eine Auffrischung erfahren - sofern beantragte Fördermittel genehmigt werden. Dommaschk dankte ausdrücklich dem Bürgermeister von Doberlug-Kirchhain, Bodo Broszinski (FDP), für eine unkomplizierte interkommunale Zusammenarbeit.

Landrat Christian Heinrich-Jaschinski wünschte sich und allen Anwesenden vor allem, dass 2016 friedlich bleibt. Er mahnte an, bei der Integration der Flüchtlinge nicht zu vergessen, die Bevölkerung mitzunehmen. "Wir brauchen das Ehrenamt, aber das Ehrenamt braucht auch Unterstützung", sagte er.

Eine Premiere gab es zum Abschluss. Hartmut und Gudrun Mörlin haben Aspekte der Ortsgeschichte, die sich um alteingesessene Familien und Besitzverhältnisse ranken, vorgestellt. Zwei Jahre hat der ehemalige Kapitän zur See dafür in Archiven geforscht.