„Mit großer Mehrheit“ , so Wohmann auf LR-Nachfrage, habe sich das Gremium für Joachim Kuppert entschieden - ein Finsterwalder Urgestein beim Deutschen Roten Kreuz.
Seit 1954 ist der 67-Jährige dort nicht nur schlechthin Mitglied, sondern „fast ein Stück davon“ , würdigte gestern Abend Dr. Ralf Saure, der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes. Seit Jahrzehnten kümmert sich der Finsterwalder insbesondere um die Jugendarbeit an den Schulen, sichert mit den jungen Leuten Sport- und andere Veranstaltungen ab, falls dringend medizinische Hilfe gebraucht wird, und veranstaltet Erste-Hilfe-Lehrgänge für angehende Kraftfahrer - „und das alles ehrenamtlich“ , würdigt Dr. Saure. „Dafür opfert er seine ganze Zeit, mehrmals in der Woche, fast jedes Wochenende“ - und seine Frau wünscht sich, dass er bald mal etwas kürzer tritt.
Doch für Joachim Kuppert, den viele als Kjellberger aus der Ankerwickelei kennen, ist das DRK wie sein zweites Zuhause - wo er vor fünf Jahrzehnten eine Familie gefunden hat: „Ich war schon mit acht Jahren ohne Eltern, sie verstarben im Krieg in Breslau. So musste ich im Waisenhaus aufwachsen. Als ich dann eine Lehre als Elektriker begann, kam das DRK - hier habe ich mich von Anfang an wohlgefühlt“ , erzählte er.
Am 10. Dezember bekommt Joachim Kuppert beim städtischen Jahresabschlussempfang in der Aula der Gesamtschule die „Louis-Schiller-Medaille“ verliehen - die sechste, mit der die Stadt verdiente Finsterwalder für ihr Ehrenamt würdigt.