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| 16:30 Uhr

Elbe-Elster-Kulturpreisträger 2018
Ein Schloss erstrahlt in neuem Glanz

 Die Stadt Finsterwalde bekommt für die denkmalgerechte Sanierung des Schlosses den „Preis für Denkmalpflege“.
Die Stadt Finsterwalde bekommt für die denkmalgerechte Sanierung des Schlosses den „Preis für Denkmalpflege“. FOTO: Landkreis Elbe-Elster
Finsterwalde. Die Stadt Finsterwalde wird mit dem „Preis für Denkmalpflege“  2018 geehrt.

Für ihren großen Einsatz bei der Restaurierung des Schlosses sowie ihre Bemühungen für eine denkmalgerechte Nutzung wird die Stadt Finsterwalde mit dem Preis für Denkmalpflege 2018 geehrt.

Im Finsterwalder Schloss befindet sich seit vielen Jahren der Verwaltungssitz der Stadt. Eine solche Nutzung garantiere grundsätzlich den Erhalt des überregional bedeutenden Denkmals. Aber irgendwann galt es, „die überkommene historische Bausubstanz sensibel und nach denkmalpflegerischen Grundsätzen zu behandeln und dennoch mit den Anforderungen an eine moderne Verwaltung in Einklang zu bringen. Dieser Spagat ist den Akteuren vor Ort hervorragend gelungen!“, heißt es in der Laudatio.

Als mit dem ersten Bauabschnitt der Schaugiebel im Innenhof restauriert wurde, haben auch Besucher des Schlosses bereits erahnen können, welcher Schatz sich unter den Spuren der vielen vergangenen Jahre verbarg. Um die gesetzlich vorgeschriebene Barrierefreiheit zu erreichen, fügte man einen modernen Glasaufzug in das Hinterschloss ein und glich die vielen Höhenversprünge im Hof an. Mit der Reaktivierung der Remise wurden Räume für öffentliche Veranstaltungen geschaffen und auch das Standesamt wurde angemessen im Schlossambiente etabliert.

Insgesamt konservierten die Fachleute zahlreiche restauratorische Befunde von hoher Qualität, die teilweise sichtbar blieben. Als Beispiele werden der Wappensaal und die Jagdszene in einem Raum des Vorderschlosses genannt. Mit den archäologischen Maßnahmen konnte das Wissen um die Baugeschichte der Burg- und Schlossanlage erweitert werden.

Ein großer Verdienst der Stadtverwaltung Finsterwalde sei es, sich der Herausforderung und Investition gestellt zu haben. „Dies in dem Wissen, dass es (...) denkmalrechtlichen Bestimmungen unterliegt und (...) einige Unwägbarkeiten zu erwarten waren“, wird betont. Nicht vergessen sei, dass dieser Prozess viele Jahre in Anspruch nahm und teilweise mit massiven Einschränkungen verbunden war.

Das Schloss erstrahlt nun in neuem Glanz, bereichert das Stadtbild und wurde mit neuen Nutzungsmöglichkeiten wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

(pm/leh)