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Ein Rückkehrer im Museum Schloss Doberlug

Dr. Torsten Lehmann (l.) ist jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum Schloss Doberlug, hier bei einem ersten Rundgang mit Kulturamtsleiter Andreas Pöschl und Bundesfreiwilligendienstlerin Jasmin Irrgang.
Dr. Torsten Lehmann (l.) ist jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum Schloss Doberlug, hier bei einem ersten Rundgang mit Kulturamtsleiter Andreas Pöschl und Bundesfreiwilligendienstlerin Jasmin Irrgang. FOTO: Heike Lehmann
Doberlug-Kirchhain. Hermann Reemtsma Stiftung unterstützt Museumsverbund Elbe-Elster mit 50 000 Euro für die Einrichtung eines Zentraldepots. Heike Lehmann

Jetzt hat auch das Museum Schloss Doberlug seinen Rückkehrer. Dr. Torsten Lehmann ist seit dem 1. August wissenschaftliche Mitarbeiter im jüngsten Haus vom Museumsverbund Elbe-Elster. Der Historiker hat seit 2002 beim Museumsverbund in Nürnberg gearbeitet. Torsten Lehmann stammt aus Bad Liebenwerda, hat dort sein Abitur gemacht, bevor er nach drei Jahren Armee in Halle Geschichte und Philosophie studiert hat. Dass Dr. Lehmann im Schlossmuseum die Nachfolge von Babette Weber antritt, die jetzt Leiterin vom gesamten Museumsverbund ist, war im Kulturamt langfristige Lösung, wie dessen Leiter Andreas Pöschl erklärt.

Torsten Lehmann hat schon am 8. Juli im Trauzimmer des Schlosses seine Frau Petra geheiratet. Die Hillmersdorferin will, sobald sich eine berufliche Perspektive bietet, nachkommen. "Wir wollten immer zurück", sagt der 50-Jährige. Man habe hier Familie, Freunde und ein Häuschen.

Die neue Dauerausstellung "Doberlug und das sächsische Brandenburg" findet Torsten Lehmann "sehr schlüssig". Auch die Ausstellungseröffnung hatte er bereits miterlebt. An ihm ist es jetzt, den Faden aufzunehmen, Führungen anzubieten, weitere Projekte anzugehen und den angekündigten zweiten Teil der Dauerausstellung mit umzusetzen.

Mit einer guten Nachricht endete kürzlich auch ein Vor-Ort-Termin von Dr. Sebastian Giesen, Geschäftsführer der in Hamburg ansässigen Hermann Reemtsma Stiftung im Museum Schloss Doberlug. Die Stiftung wird die Einrichtung eines Zentraldepots für den Museumsverbund Elbe-Elster im Schloss mit der Summe von 50 000 Euro unterstützen. Weitere 20 000 Euro steuert der Landkreis Elbe-Elster aus Eigenmitteln bei. Die Hermann Reemtsma Stiftung und die Kulturstiftung der Länder haben mit weiteren Partnern das Programm "Kunst auf Lager. Bündnis zur Erschließung und Sicherung von Museumsdepots" ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Bündnisses unterstützt die Stiftung nun den Museumsverbund Elbe-Elster.

"Das Zentraldepot für die vier Verbundmuseen kann so modernen Ansprüchen an die Aufbewahrung historischer Objekte genügen", freut sich Dezernent Roland Neumann über die großzügige Zuwendung. "Wir können bessere klimatische Bedingungen für die Objekte schaffen, was ihre Lebensdauer erhöhen wird, erhalten bessere Aufbewahrungstechnik und verbessern die Sicherheitsstandards." Nicht zuletzt ist auch die Leihgabe attraktiver, überregional ausstrahlender Sammlungen damit verknüpft. Noch in diesem Jahr sollen deshalb vier Magazinräume hergerichtet werden, so Andreas Pöschl. Die wertvolle Marionettensammlung, die der Landkreis Elbe-Elster mithilfe des Kulturministeriums Brandenburg, der Kulturstiftung der Länder, der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkassenstiftung "Zukunft Elbe-Elster" angekauft hat, ist schon im Schloss Doberlug eingelagert. Mühlberger Objekte und Sammlungen für Doberlug werden hinzukommen.