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Ein neues Zuhause für die Störche

Eine Firma aus Großkmehlen stellt in Friedersdorf einen neuen Mast auf.
Eine Firma aus Großkmehlen stellt in Friedersdorf einen neuen Mast auf. FOTO: Dietmar Seidel/dse1
Friedersdorf. Noch rechtzeitig vor der Ankunft der Störche wurde dieser Tage in Friedersdorf bei Rückersdorf ein neue Nistmöglichkeit errichtet. Noch sei kein Storch im Elbe-Elster-Gebiet gemeldet, berichtet der Weißstorchbeauftragte Adolf Weber vom Finsterwalder Naturschutzbund. Dietmar Seidel/dse1

Es wurde aber höchste Zeit, den neuen Mast mit der Nistmöglichkeit aufzustellen. Die Baumaßnahme war bereits Ende des vergangenen Jahres geplant, alle Genehmigungen und Unterlagen lagen bereits vor, nur das Wetter spielte nicht mit, berichtet Weber.

Notwendig wurde ein neuer Mast, da der im Jahr 2000 von Friedersdorfer Bürgern errichtete Mast nicht mehr standsicher war. Insekten und auch der Specht setzten dem Holzmast auf ihre Art zu. Da der NABU sich fast ausschließlich von Mitgliedsbeiträgen ohne öffentlichen Zuschuss finanziert, ist Initiative gefragt. Adolf Weber und seine Mitstreiter, nicht zuletzt der ehrenamtliche Horstbetreuer Enrico Burigk aus Friedersdorf, stellten diese unter Beweis. Ein Schrottunternehmen spendete das geeignete Material für das Nest, die Pilz GmbH schweißte die Nistunterlage zusammen, Mitarbeiter der Tiefbaufirma Ezel Torgau GmbH halfen bei der Festlegung des Standortes, Mitarbeiter von Lindstädt Bau GmbH aus Drößig hoben das Mastloch aus, Pro-Beton aus Rückersdorf stellte eine halbe Tonne Schotter zur Verfügung und die EnviaM spendierte den neuen Betonmast, den die Firma Mittag GmbH aus Großkmehlen aufstellte. Amt und Gemeinde unterstützten dieses Vorhaben unbürokratisch. Auf dem alten Mast war das alte Nest im Jahr 2010 besetzt und im vergangenen Jahr wurden hier sogar drei Jungstörche aufgezogen. Adolf Weber ist sich sicher, dass es wegen des Nahrungsangebotes zu einer Daueransiedlung kommen könnte. Nach Drößig, Fischwasser und Gruhno ist der neue Mast die vierte Rekonstruktion dieser Art mit maßgeblicher Beteiligung des Naturschutzbundes Finsterwalde im Gebiet des Amtes Elsterland.

Adolf Weber rechnet in etwa zwei bis drei Wochen mit dem Eintreffen der Störche. Da die Störche der Region "Ostzieher" sind und unter Umständen bis nach Südafrika ziehen, sei der Zeitpunkt der Rückkehr unsicher, erzählt er. Viel hänge von der Großwetterlage ab.