Damit die Menschen in der Zeit der anhaltenden Coronakrise nicht gänzlich auf Kulturerlebnisse verzichten müssen, kommt die Kultur immer häufiger direkt zum Publikum. „Man nimmt sich die Öffentlichkeit, die noch da ist. Das Internet. Auftritte werden gestreamt [...].“, schrieb gerade der Spiegel über den rasanten Zuwachs von Livestreamings in allen Bereichen des Kulturbetriebes.

Für Sebastian Schiller, Organisator der Finsterwalder Stadtgespräche im historischen Warenspeicher von Ad. Bauer’s Wwe., sagt dazu: „Ziel ist es, einerseits ein Lebenszeichen von sich zu geben, andererseits und das vor allen Dingen, das Publikum zu unterhalten und für einen kurzen Augenblick aus der Isolation herauszuholen.“ Andererseits zeige man auch, „dass man sich den Spaß nicht nehmen lässt.“

Neuer Trend auch bei Finsterwalder Stadtgesprächen

Sebastian Schiller macht bei diesem neuen Trend – „vielleicht das Format der Zukunft?“ – mit. Er teilt mit: „Wir wollen die Finsterwalder Stadtgespräche zur kurzzeitigen Ablenkung und Unterhaltung in die Wohnzimmer bringen.“ Erstmals wird die langjährige Veranstaltungsreihe per Livestream übertragen: Ein Gast, ein Buch, eine Stunde. Die Übertragung kann auf einem PC, Laptop oder mobilen Gerät mit Internetverbindung von jedem Interessierten kostenlos online verfolgt werden.

„In dem die Stadtgespräche an einem ganz anderen Ort und in einem neuen Rahmen stattfinden, wagen wir ein kleines Experiment. Etwas, was bis vor kurzem noch völlig undenkbar erschien. Nicht alles wird möglicherweise gleich perfekt funktionieren. Doch besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen“, sagt Schiller.

Erst Benjamin Maack, dann Esther Esche beim Finsterwalder Stadtgespräch

Erster Gast in diesem neuen Format wird am 9. Mai der Schriftsteller und Journalist Benjamin Maack mit seinem aktuellen Buch „Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein“. Informationen zum Livestream unter www.finsterwalder-stadtgespraeche.de/livestream/.

Stadtgespräche in Finsterwalde Eva Mattes glänzt als Vorleserin

Finsterwalde

Die ursprünglich für diesen Tag geplante Veranstaltung mit der Schauspielerin Esther Esche und Andreas Greger, einem Solocellisten der Staatskapelle Berlin, wird auf Sonnabend, 22. August 2020, um 19 Uhr verlegt. „Esther Esche freut sich sehr auf die Veranstaltung und hat uns freundlicherweise eine kurze Videobotschaft geschickt“, teilt Schiller mit. Bereits erworbene Eintrittskarten behalten weiterhin ihre Gültigkeit.