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| 15:36 Uhr

1. Große Preis von Elbe-Elster
Ein echter Rennpilot lässt beim Grand Prix in Massen die Gummis qualmen

Rennpilot Dominique Schaak gibt als Ehrengast beim Verkehrstag in Massen Gas.
Rennpilot Dominique Schaak gibt als Ehrengast beim Verkehrstag in Massen Gas. FOTO: privat
Massen. Kart-Rennen für jedermann mit Dominique Schaak wird am Sonnabend zum Fest der Vereine. Von Dieter Babbe

Wenn kommenden Sonnabend auf dem Autodrom in Massen der Grand Prix des Elbe-Elster-Kreises für jedermann stattfindet, dann hat einer überraschend sein Kommen zugesagt: Rennpilot Dominique Schaak. Der 27-Jährige Hallenser hat als Achtjähriger im Kart-Auto für den Motorsport Feuer gefangen, ist zwischendurch in die Tourenwagen und sogar in die Formelklasse umgestiegen und hat im vorigen Jahr erstmals bei einem europäischen Rennen teilgenommen. In Massen wird er im Kart-Auto und an der Automodellbahn sein Können unter Beweis stellen, aber auch Autogramme geben und in Interviews über seine erfolgreiche Rennkarriere berichten.

Zu einem Fest der Vereine wird der 2. Verkehrstag der Kreisverkehrswacht Elbe-Elster am Sonnabend, wo  von 10 bis 18 Uhr, wenn hier erstmals ein großes Kart-Rennen um den „Großen Preis des Elbe-Elster-Kreises“ für jedermann (ab acht Jahre – bis 14 mit Genehmigung der Eltern) startet, kleine Automodelle über die Piste flitzen, Pocket-Bikes, wie die Minimotorräder heißen, ihre Runden drehen, ulkige zwei-, drei- und vierrädrige Vehikel zum Hingucker werden und eine Autofahrt sogar mit einem Überschlag endet – dann sind hier vier Vereine am Werke. Die haben eins gemeinsam: Sie kümmern sich vor allem um junge Leute, damit die sicher ihr Fahrzeug beherrschen und möglichst unfallfrei auf der Straße unterwegs sind.

So steht das Kartslalom-Rennen unter der Regie des MC Lebusa – einem Verein, der eine jahrzehntelange Tradition im Motorsport pflegt und sich nach der Wende auch dem Kart-Sport verschrieben hat.  Und das nicht ohne Erfolg: So wurde der erst neunjährige Oskar Fuhlbrück im vorigen Jahr Brandenburgischer Landesmeister in seiner Altersklasse.  Beim Verkehrstag in Massen übernehmen die Lebusaer um ihren Vorsitzenden Eckhard Krüger die Rennleitung und betreuen jeden Starter: eine Runde zur Einweisung zu Fuß, eine Proberunde, dann zwei Wertungsläufe, der beste zählt. Die Teilnehmer von 8 bis 18 Jahren starten in drei Altersklassen – und gewinnen hier wertvolle Sach- und Geldpreise im Gesamtwert von mehr als 1000 Euro.

Ausgesprochene Racing-Experten: Mitglieder vom MC Lebusa um ihren Vorsitzenden Eckhard Krüger übernehmen beim Kart-Rennen die Regie.
Ausgesprochene Racing-Experten: Mitglieder vom MC Lebusa um ihren Vorsitzenden Eckhard Krüger übernehmen beim Kart-Rennen die Regie. FOTO: Dieter Babbe

Gleich neben der Kart-Strecke haben dann die Mitglieder vom FIWA Racer e.V. ihr Biwak aufgestellt. Der noch junge Finsterwalder Verein, der im Freizeitzentrum sein Zuhause hat, wird eine drei mal sechs Meter große Autorennbahn auf dem Massener Autodrom aufbauen, an der vier Besucher gleichzeitig um die Wette fahren können.   Außerdem lädt auch eine digitale Bahn zum Spielen ein. Doch damit nicht genug: Der Vereinsvorsitzende Marco Schubert spendiert für  das Kart-Rennen die Preise für die jüngste Altersgruppe: drei Autorennbahnen im Wert von zusammen 600 Euro. Besucher können auch ferngesteuerte Autos über die Piste schicken.

Der Verein FIWA Racer bringt eine große Autorennbahn und ferngesteuerte Fahrzeuge auf den Platz.
Der Verein FIWA Racer bringt eine große Autorennbahn und ferngesteuerte Fahrzeuge auf den Platz. FOTO: Dieter Babbe

Den weitesten Weg nach Massen haben die Sportfreunde vom Pocketbike Sachsenevent e.V., die auf dem Saxoniaring in Freiberg ihre Heimatstrecke haben. Zufällig sind die Pocketbiker in Massen am Verkehrsübungsplatz vorbei gekommen, der zu den schönsten im Land Brandenburg gehört – und haben ein Auge darauf geworfen. Inzwischen hat der Vereinsvorsitzende Andreas Schmidt das Autodrom bereits in Augenschein genommen – und angekündigt: Beim Verkehrstag werden sich hier erstmals unsere kleinen Sportler mit ihren schnellen Flitzern vorstellen.

Und selbstverständlich sind die Gastgeber am Sonnabend auch mit von der Partie. Die Mitglieder der Kreisverkehrswacht  werden zur „Fahrt“ mit einem Überschlagsimulator einladen und Fahrräder der Besucher codieren. Wer möchte, kann an modernen Geräten seine Seh- und Reaktionsfähigkeit testen. Und hungern und dursten muss auch niemand – dafür sorgt das Finsterwalder Brauhaus mit reichlich Speisen und Getränken.

Sie gehören in der Regel keinem Verein an, es sind ausgesprochene Individualisten, die beim Verkehrstag mit ihren Fahrzeugen Marke Eigenbau anreisen. Da haben sich Bastler und Schrauber angekündigt, die zum Beispiel Seifenkisten und Showbikes bauen, sogar eine fahrende Bierkiste soll darunter sein. Interessenten können auch unangemeldet den Verkehrstag besuchen.

Damit der Verkehrstag wie geplant über die Bühne gehen kann, haben einige Sponsoren einen wichtigen Beitrag geleistet. So danken die Verkehrswächter neben den Vereinen insbesondere der Euros-Stiftung, der Sparkasse Elbe-Elster, dem Landkreis Elbe-Elster und den Finsterwalder Stadtwerken.