| 16:49 Uhr

Dutzend bleibt unter den Erwartungen

An ihnen lag es nicht: Das Starterfeld der Mini-Marathonis war wie gehabt stark besetzt.
An ihnen lag es nicht: Das Starterfeld der Mini-Marathonis war wie gehabt stark besetzt. FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. Das Jubiläums-Dutzend des SV Neptun 08 in Finsterwalde ging am Sonnabend mit knapp 500 Teilnehmern über die Bühne. Die Organisatoren konnten das Volkssportevent als Teilerfolg abbuchen. Jürgen Weser

Die Organisation mit Streckenabsicherungen, Verpflegung und Betreuung klappte, die Teilnehmer hatten Spaß und waren stolz über ihre erbrachten Leistungen vom Minimarathon bis zur langen 42-Kilometer-Runde um Finsterwalde durch zwölf Orte.

Großes Getümmel herrschte zu Beginn. Trommelwirbel der Gruppe Natsumi Taiko und der Startschuss von Bürgermeister Jörg Gampe schickten 310 Mädchen und Jungen von 14 Schulen und andere Lauffreunde auf die Minimarathon-Strecke über 4,2 Kilometer. Auch Annabell Möske aus der Klasse 3a der Grundschule Rückersdorf und Nic Pilkenroth aus der 8c des Sängerstadt-Gymnasiums waren mit ihren Freunden vom "Laufen für die Klassenkasse" gelockt worden, welches die Sparkasse Elbe-Elster ausgelobt hatte. Nach 16:59 Minuten überquerte Marius Neuber von Neptun 08 Finsterwalde, der jetzt die Sportschule Potsdam besucht, als erster Sieger des Tages die Ziellinie. Die Sängerstadt-Gymnasiastin Vivian Mittag aus Zürchel folgte bald darauf als schnellstes Mädchen.

Alle Hände voll zu tun hatten die Helfer im Zielbereich, den Läuferinnen und Läufern die Medaillen um den Hals zu hängen. Einen langen Arbeitstag absolvierte Sprecher Roland Strahl mit Aufrufen, Siegerehrungen und dem Übermitteln vieler Informationen. "Er hat einen tollen Job gemacht", fand auch Org-Chef Thomas Delliehausen. Nicht so begeistert war er über die unter den Erwartungen gebliebenen Teilnehmerzahlen bei den langen Läufen und Radsportlern. Musste schon der angebotene Skater-Wettbewerb gestrichen werden, so waren auch die Läuferfelder mit 21 Marathonis und 17 über die 28 Kilometer überschaubar, was der Laufbegeisterung jedoch keinen Abbruch tat. Viel Spaß hatten zum Beispiel die Haidemühler-Eiche-Walker aus der Nähe von Spremberg, die ihren Siggi Huschga nach 10 Kilometern mit besonderer Kulisse aus Walking-Stöcken begrüßten. Ziemlich locker lief Georg Schützka aus Weinböhla als Marathon-König des Tages nach 3:06:58 Stunden ins Ziel. "Die Strecke war schwer, aber ich wollte unbedingt unter der Zeit des Siegers vom Vorjahr bleiben", freute er sich bei der Siegerehrung über den schicken Pokal. Den konnte nach 10 Kilometern Neptun-Läufer Maximilian Danielowicz in Empfang nehmen, der Niclas Schulze vom ASC Finsterwalde in die Schranken verwies.

Ebenfalls vom heimischen Neptun-Verein kamen die Sieger über die Halbmarathon-Strecke: Martin Mittelstädt und Louise Albrecht. Eine starke Leistung zeigte hier auch Camille Ottewaere vom Partnerschaftsverein der Stadt Finsterwalde aus Montataire, die nach 1:35 Stunde noch vor Bürgermeister Jörg Gampe ins Ziel lief.

Weit angereist aus Bayern war auch Roland Wickles, der mit dem 28-Kilometer-Sieg dafür belohnt wurde. Das Pärchen Ina und Ulrich Trodler vom City-Lauf-Verein Dresden sammelte Erfahrungen über die naturbelassene Strecke. Ganz in Familie waren die Finsterwalder Mathias, Marit und Paul Brand am Start. Während sich Vati noch über die 42-Kilometer-Runde kämpfte, warteten Söhnchen Paul (AK unter 6) und Mutti nach erfolgreichem Minimarathon schon lange.

"Wir werden gründlich auswerten und überlegen, wie es weitergehen soll", zog Delliehausen ein erstes Fazit am Sonnabend. Bei dem hohen organisatorischen Aufwand sollte die Anzahl der Strecken reduziert werden, um die Starterfelder zu vergrößern, so eine Überlegung.