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| 14:49 Uhr

Unter Verdacht
Mußmaßlicher Drogen-Großhändler beim Feel-Festival geschnappt

Symbolfoto: Jede unterschiedlicher Pillen und Pulver fanden die Ermittler bei dem mutmaßlichen Großhändler.
Symbolfoto: Jede unterschiedlicher Pillen und Pulver fanden die Ermittler bei dem mutmaßlichen Großhändler. FOTO: dpa / Heng Sinith
Lichterfeld/Cottbus. Nach dem Feel-Festival am Bergheider See bei Finsterwalde, hatte die Polizei Anfang Juli eine positive Bilanz gezogen. „Festival ohne polizeiliche Relevanz“, hieß es damals in der RUNDSCHAU. Doch ganz so frei von Kriminalität waren die lauen Nächte am See nicht.

. (gb) Was einem Sicherheitsmitarbeiter da am letzten Tag des Feel-Festivals am 9. Juli am Bergheider See aufgefallen war, entpuppt sich jetzt vermutlich als „dicker Fisch“ in der Drogenhändlerszene in Berlin und Brandenburg. Wie der Leitende Cottbuser Oberstaatsanwalt Bernhard Brocher der RUNDSCHAU bestätigt, sitzt ein 32-Jähriger Mann seit dem Festivalwochenende in Untersuchungshaft. Bei ihm waren Drogen in außergewöhnlicher Vielfalt gefunden wurden. Die Palette reicht nach Angaben der Ermittler von Ecstasy über Haschisch, Marihuana bis zu den in hiesigen Breiten eher selten festgestellten Kokain und LSD.

„Ich kann mich an keinen Fall erinnern, bei dem wir mehr Sorten gefunden haben“, sagt Oberstaatsanwalt Bernhard Brocher. Weil der Mann bei seiner Festnahme versucht habe, den couragierten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mit 100 Gramm Amphetaminen zu seiner Freilassung zu überreden, bestehe Verdunkelungsgefahr. Zudem sei von einer Fluchtgefahr auszugehen.

Feel-Festival an der F60 in Lichterfeld FOTO: Veit Rösler

Der mutmaßliche Drogendealer sei ohne festen Wohnsitz. In einer von ihm angegebenen Wohnung in Berlin sei er seit Monaten nicht mehr gewesen.

Gegenwärtig laufen nach Auskunft von Bernhard Brocher die Laboruntersuchungen, die den Wirkstoffgehalt der Drogen ermitteln sollen. Dieser Gehalt sei wichtige Grundlage für ein mögliches Strafmaß, das zwischen einem und 15 Jahren liege könne. Parallel werde der Wohnort des Mannes ermittelt, der nun in der Untersuchungshaft einer Anklage entgegensehe.

(gb)