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Für Leib und Leben
Drei neue Lebensretter für den Löschzug II

Defibrillatoren für den Löschzug II, u.a. von Petra Kröger-Schumann (r.) von der Medizintechnik & Sanitätshaus Harald Kröger GmbH.
Defibrillatoren für den Löschzug II, u.a. von Petra Kröger-Schumann (r.) von der Medizintechnik & Sanitätshaus Harald Kröger GmbH. FOTO: Heike Lehmann
Sonnewalde/Massen. Nach einem tragischen Todesfall beim Training der Feuerwehrleute in Sonnewalde haben sich die Kameraden haben selbst auf die Suche nach Sponsoren für drei Defibrillatoren begeben. Jetzt hat jedes ihrer Einsatzfahrzeuge einen solchen Lebensretter. Von Heike Lehmann

Der Löschzug II der Freiwilligen Feuerwehr Sonnewalde hat seit Dienstag drei neue Defibrillatoren – jeweils einen für ihre drei Fahrzeuge. Wenn das Herz in eine lebensgefährliche Rhythmusstörung gerät, soll ein Defibrillator mittels Elektroschocks den normalen Herzrhythmus wieder herstellen. Zum Löschzug II gehören die Ortswehren von Breitenau, Goßmar, Möllendorf, Kleinbahren, Großbahren und Dabern.

Mit großem Bahnhof wurden die Geräte und ein neuer Notfallrucksack vor dem Kröger Gesundheitszentrum in Massen übergeben. Immerhin 40 Wehrleute samt Jugendwehr waren dazu mit ihren Fahrzeugen vorgefahren. Petra Kröger-Schumann ist mit der Medizintechnik & Sanitätshaus Harald Kröger GmbH Hauptsponsor und hat gleich zwei Defibrillatoren gesponsert. Für das dritte Gerät wurden weitere Sponsoren aus Sonnewalde und Finsterwalde gefunden. Vertragspartner ist der Förderverein Dörfliches Leben Breitenau e.V.

Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) sowie der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Genilke, der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Sonnewalde, Tino Lehmann, Kreisbrandmeister Steffen Ludewig und der Sonnewalder Stadtbrandmeister Hans-Joachim Sprotte waren der Einladung gefolgt und haben damit ein Zeichen zum Schutz für die ehrenamtliche Arbeit der Kameradinnen und Kameraden gesetzt.

Ein tragischer Unfall hatte im Frühjahr 2017 während des Dienstes, genauer beim Training für den Stadtausscheid, Mannschaftsleiter Marcel Krämer aus dem Leben gerissen. Er wurde nur 37 Jahre alt.  Kameraden seiner Wehr in Goßmar haben deshalb das Projekt mit den Defibrillatoren gestartet. „Zu nennen ist vor allem der Kamerad René Schädel aus Goßmar“, sagt Zugführer Thomas Trodler. „Meist helfen die Kameraden anderen, diesmal sich selbst“, so Trodler.

Petra Kröger-Schumann betonte: „Gerade in negativen Dingen findet man zueinander. Wenn wir helfen können, Ihr Leben zu schützen, dann freut uns das.“