Am 10. März, drei Tage nach dem ersten Fall im Kreis Bautzen, erreicht das Coronavirus auch Elbe-Elster. „Drei Männer wurden positiv auf das neuartige Coronavirus getestet“, berichtet die Kreisverwaltung. zwei kommen aus Elsterweda, einer aus Sonnewalde.
Zwei Tage später folgen zwei weitere Fälle. Der Krisenstab des Landkreises tritt zusammen und berät das weitere Vorgehen. 60 Menschen befinden sich in Quarantäne. Das Land beschließt, Kitas und Schule zu schließen. Der Landkreis sagt alle Veranstaltungen ab.
In Elbe-Elster ist von einer Dynamik wie im Rest des Landes aber zunächst nichts zu sehen. Über Tage gibt es gar keine neuen Fällen, an anderen mal einen.
Erst Ende März sind auch in Elbe-Elster deutliche Anstiege bei den Fallzahlen zu merken. Am 31. März gibt es den ersten Coronatoten im Landkreis: „Der Verstorbene war in einer Pflegeeinrichtung der pro civitate Pflege und Betreuung gGmbH untergebracht und war dort Palliativ-Patient“, berichtet die Kreisverwaltung.
Im angrenzenden Jessen wird eine absolute Zugangsbeschränkung verhängt. Ab 7. April nimmt das Infektionsgeschehen in Elbe-Elster bereits wieder deutlich ab. Vom 22.4. bis 6. Mai gibt es keinen einzigen neuen Fall. Auch danach bleibt es bei Einzelfällen.
Einen weiteren Corona-Toten gibt es am 22. April. Es handelt sich um einen 65-Jährigen, der im Klinikum in Cottbus behandelt wurde. „Der Mann litt an multiplen schwere Vorerkrankungen und wurde 23 Tage auf der Intensivstation behandelt“, erklärt der Cottbuser Stadtsprecher Jan Gloßmann.
Insgesamt werden bis Anfang Juni 77 Menschen positiv auf das Virus getestet. 73 davon gelten bereits wieder als geheilt. Drei Menschen sind an den Folgen des Virus gestorben.

Cottbus