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| 15:36 Uhr

Landesmeisterschaft
Doberlug-Kirchhain wird zum Jugendfeuerwehr-Mekka

Die Sonnewalderin Angelina Müller meistert die Hakenleiter in 13,54 Sekunden.
Die Sonnewalderin Angelina Müller meistert die Hakenleiter in 13,54 Sekunden. FOTO: Mirko Sattler
Doberlug-Kirchhain. Nicht zum ersten Mal trafen sich Jugendfeuerwehren aus Brandenburg am Samstag in der Kloster- und Gerberstadt zu ihren Landesmeisterschaften. Für Pokale müssen die Nachwuchshelfer aber noch mal in Seelow ran. Von Mirko Sattler

36 Mädchen und 33 Jungen aus brandenburgischen Jugendwehren wetteiferten am Samstagvormittag um die Plätze bei der Landesmeisterschaft. Der stellvertretende Landesjugendfeuerwehrwart Jan von Bergen erklärte, warum es so regelmäßig in der Kloster- und Gerberstadt zu den Landestitelkämpfen der Nachwuchshelfer kommt: „Da die örtlichen Gegebenheiten bei der Landesmeisterschaft in Seelow vom 7. bis 9. September es nicht zulassen, den Wettbewerb im Hakensteigen durchzuführen, haben wir uns entschlossen, den diesjährigen Wettbewerb zweizuteilen. Während die Einzeldisziplinen in Doberlug-Kirchhain stattfinden, werden die Pokaldisziplinen in Seelow ausgetragen. Viele Möglichkeiten im Land haben wir nicht. Vor allem der Norden ist nicht übersäht mit Hakenleitertürmen, so dass Doberlug-Kirchhain wieder Austragungsort wurde.“

Nachwuchshelfer aus sechs Landkreisen waren diesmal in Doberlug-Kirchhain am Sportplatz nahe der ehemaligen Lausitzkaserne aktiv. Aus Elbe-Elster waren unter anderem Teams aus Sonnewalde, Göllnitz und Hohenbucko dabei. Aus dem Nachbarkreis Oberspreewald-Lausitz waren Mannschaften aus Lübbenau, Groß-Lübbenau und Bronkow angereist. Da bei jeder Disziplin zweimal gestartet werden durfte, kamen am Ende rund 280 Starts zusammen.

Wettkampfleiter Marten Frontze überwachte zunächst die Entscheidungen beim Hakenleitersteigen. Bei der zweiten Disziplin galt es für die Nachwuchshelfer, eine 100-Meter-Hindernisbahn zu bewältigen. Hier musste zum Beispiel ein 80 Zentimeter hoher und vier Meter langer Balken überquert werden. „Im Durchschnitt schaffen Mädchen wie Jungen die 100 Meter in 19 Sekunden“, erklärte der 42-jährige Wettkampfleiter.

Mit 14 Kindern ist die Jugendfeuerwehr aus Sonnewalde an den Start gegangen. Seit gut 30 Jahren haben die Floriansjünger Erfahrung im Feuerwehrsport und geben diese Erfahrung auch an die jüngere Generation weiter. „Zweimal in der Woche trainieren unsere Kinder für zwei Stunden. Die Kinder haben dabei sehr viel Spaß. Wenn es ihnen nicht gefällt, müssen sie nicht mitmachen“, erzählte Jugendfeuerwehrwartin Sandra Zwahr. Während die Laufdisziplinen und das Hakenleitersteigen auf dem Sportplatz in Doberlug geübt werden, werden die anderen Disziplinen in den Pokalläufen auf ihrem eigenen Platz in Sonnewalde trainiert. Viele der am Samstag gestarteten Jugendlichen sind auch in 14 Tagen bei den Pokalwettkämpfen in Seelow dabei.

Aus dem benachbarten Oberspreewald-Lausitz war Lübbenau einmal mehr mit einer starken Mannschaft am Start. „Seit 2008 sind wir mit mindestens einer Mannschaft bei jeder Landesmeisterschaft dabei. Seit 2010 sogar immer mit einem Treppchenplatz. Heute haben wir wieder gute Chancen auf eine vordere Platzierung“, sagte Lübbenaus Jugendwart Kevin Lehmann vor den abschließenden Entscheidungen des Tages.

Da die diesjährige brandenburgische Landesmeisterschaft auf zwei Teile gesplittet wurde, beide Teile aber zusammen für das Ergebnis wichtig sind, wurden am Samstag keine Ergebnisse bekannt gegeben. Diese fließen in die Platzierungen in Seelow mit ein.