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| 18:11 Uhr

Tragischer Tod
Stadtjugendwart Gerald Lehmann verstirbt plötzlich

 Gerald Lehmann. Foto: Falko Krische-Dedek
Gerald Lehmann. Foto: Falko Krische-Dedek FOTO: Falko Krische-Dedek
Doberlug-Kirchhain. Die Gewerbeschau in Doberlug-Kirchhain wird am Mittwoch von traurigem Zwischenfall überschattet. Von Heike Lehmann

Die 6. Gewerbeschau in Doberlug-Kirchhain am 1. Mai wird von einem traurigen Zwischenfall überschattet. In den Mittagsstunden bricht Stadtjugendwart Gerald Lehmann nach einer Scheckübergabe plötzlich zusammen. Erste-Hilfe-Maßnahmen von Feuerwehrkameraden und der Einsatz von Rettungskräften bleiben ohne Erfolg. Gerald Lehmann stirbt noch vor Ort. Er wurde nur 48 Jahre alt. Seit dem 1. September 2012 war er engagierter Stadtjugendwart in Doberlug-Kirchhain.

Große Bestürzung

Die Bestürzung über den Tod von Gerald Lehmann ist groß. Beruflich war er Mitarbeiter im Ordnungsamt der Stadt Uebigau-Wahrenbrück. Doberlug-Kirchhains Stadtbrandmeister René Wunderlich sagt: „Gerald war ein totaler Macher – im Job wie privat. Als gelernter Maler hat er jeden unterstützt, der seine Hilfe brauchte. Er war immer erreichbar, ehrgeizig und ehrlich. Auch wenn es mal unangenehm war, hat er offen seine Meinung gesagt.” Gerald Lehmann  war Feuerwehrführungskraft, „das heißt, er hat alle Lehrgänge absolviert, die es gibt”, so Wunderlich.

Als „Vollblutfeuerwehrmann” würdigt Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) den am Mittwoch verstorbenen Stadtjugendwart. Broszinski sagt: „Gerald Lehmann hatte ein sehr hohes Feuerwehr- und Brandschutzwissen. Durch seine Kompetenz hat er sich Respekt und Anerkennung bei den Kameraden erworben. Sein Tod ist ein sehr großer Verlust für unsere Feuerwehr.”

In Werenzhain aufgewachsen

Aufgewachsen ist Gerald Lehmann in Werenzhain. Dort war er Mitglied der Ortswehr, hat sich seit seiner Jugend bei der Feuerwehr eingebracht und war einige Jahre Ortswehrführer. Uwe Roland, Ortsvorsteher und 2. stellvertretender Stadtbrandmeister, kannte ihn als „sehr engagierten Feuerwehrmann, der für viele ein Vorbild war.” Gern habe er sein Wissen an den Nachwuchs weitergegeben. Gerald Lehmann fuhr als Atemschutzgeräteträger mit Lkw-Führerschein auch Einsätze für die Freiwillige Feuerwehr Kirchhain.

Bereits im August 2018 hatte die Stadt den plötzlichen Tod eines Kameraden zu verkraften. Damals riss es René Grunwald, stellvertretender Kreisjugendwart, aus dem Leben. Auch Gerald Lehmann verstarb unerwartet. „Er war gerade dabei, sein Elternhaus in Werenzhain zu sanieren”, weiß René Wunderlich.

Stadtausscheid abgesagt

Der für den kommenden Samstag angesetzte Stadtausscheid der Feuerwehren von Doberlug-Kirchhain ist abgesagt worden. „Gerald Lehmann wäre Hauptschiedsrichter gewesen”, begründet Uwe Roland.