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| 17:49 Uhr

Sängerstadt Open
Erstes Disc-Golf-Turnier in Finsterwalde

 Von der Abwurfstelle am „Tellerberg“ führt eine der Bahnen durch das von zwei Bäumen gebildete ‚Tor’ im Hintergrund.
Von der Abwurfstelle am „Tellerberg“ führt eine der Bahnen durch das von zwei Bäumen gebildete ‚Tor’ im Hintergrund. FOTO: LR / Daniel Roßbach
Finsterwalde. Am nächsten Wochenende, 24. und 25. August, findet das erste Disc-Golf-Turnier in der Finsterwalde Bürgerheide statt. Ehemalige deutsche Meister und Spieler aus ganz Deutschland werden erwarten. Von Daniel Roßbach

Nach Jahren, in denen die Idee einer Disc-Golf-Anlage zuerst entworfen, dann in der Kommunalpolitik durchgesetzt und nun schließlich verwirklicht wurde, sollen am nächsten Wochenende endlich auf den Bahnen in der Bürgerheide Scheiben in Körbe fliegen. Bei einem ersten Turnier am Samstag und Sonntag, zu dem die Finsterwalder bereits aktuelle und ehemalige deutsche Meister und Spieler aus ganz Deutschland erwarten.

1. Sängerstadt Open

 Arbeiter verdichten eine der Abwurfstellen auf dem „Tellerberg“ in der Bürgerheide.
Arbeiter verdichten eine der Abwurfstellen auf dem „Tellerberg“ in der Bürgerheide. FOTO: LR / Daniel Roßbach

Dann sollen auf den 18 Bahnen der Anlage im Finsterwalder Stadtwald erstmals die Sängerstadt Open stattfinden, mit denen die neue Sportanlage eingeweiht wird – wenn sie bis dahin wirklich fertig wird. „Es wird eine Punktlandung“, sagt Marko Ziske vom Verein „Discgonauts“.

Auf dieses Turnier freut man sich nicht nur in Finsterwalde. Auch Philipp Stadler vom Potsdamer Verein „Hyzernauts“, der die Anlage geplant hat und bei dem ersten Wettkampf dort Turnierdirektor sein wird, freut sich, die Idee nach fünf Jahren Arbeit endlich umgesetzt zu sehen. Auch wenn es dazu gewisser Kompromisse bedurfte: „Eine öffentlich errichtete 18-Bahn-Anlage wie diese – die erste in Ostdeutschland – ist ein sagenhaftes Projekt. Darauf ist die Szene in ganz Europa gespannt, und wird dafür in die Lausitz kommen.“ Marko Ziske hofft, dass sich bei dem Turnier viele Menschen davon, „wie weit und wie genau man so eine Scheibe werfen kann beeindrucken lassen und Lust auf das Spiel bekommen.“

Vorbereitungen für erstes Disc-Golf-Turnier laufen auf Hochtouren

 Vor allem die Bahnen durch den Wald stellen eine sportliche Herausforderung dar. „Für die Anlage ist kein gesunder Baum gefällt worden“, sagt Marko Ziske.
Vor allem die Bahnen durch den Wald stellen eine sportliche Herausforderung dar. „Für die Anlage ist kein gesunder Baum gefällt worden“, sagt Marko Ziske. FOTO: LR / Daniel Roßbach

Bis auf der Anlage die Frisbee-artigen Scheiben in Richtung der metallenen Fangkörbe geworfen werden können, stehen aber noch einige Arbeiten an: Vor allem müssen die mit Pflastersteinen ausgebauten Abwurfflächen noch verdichtet und die Körbe in ihren bereits fundierten Verankerungen montiert werden.

Dafür ist die Stadt Finsterwalde verantwortlich, die nach dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem November die 180 000 Euro teure Sportanlage errichtet und auch deren Betreiber sein wird. Die Initiatoren des Disc-Golf-Vereins sind an diesen Vorgängen nur indirekt beteiligt.

Finsterwalde wird für Zusammenarbeit gelobt

Marko Ziske lobt aber auch bei einem Rundgang eine Woche vor der Eröffnung des Kurses die Zusammenarbeit mit der Stadt. Überhaupt zeigt sich Ziske sehr angetan von der Hilfe, die er und die anderen Mitglieder des Disc-Golf-Vereins bekommen haben: „Für uns ist das ein großer Lernprozess, der aber auch sehr viel Spaß macht.“ Der Einsatz, für das Spiel und die Anlage zu werben, forderte aber auch Opfer: Marko Ziske ist bei einer Vorführaktion seine Tasche mit 40 Spiel-Scheiben abhanden gekommen.

Gesucht wird noch nach einer Lösung, die es Interessierten erlaubt, in der Nähe der Anlage (und nicht nur der Tourist-Information am Markt) Scheiben auszuleihen und das Spiel auszuprobieren. „Wer das tun will, kann sich aber auch immer bei unserem Verein melden“, sagt Marko Ziske: „Aber für den Anfang tut es auch eine gewöhnliche Frisbee-Scheibe.“

 Immer wieder hinterlassen Menschen Müll in der Bürgerheide, oft an den selben Stellen, wie Marko Ziske verärgert feststellt.
Immer wieder hinterlassen Menschen Müll in der Bürgerheide, oft an den selben Stellen, wie Marko Ziske verärgert feststellt. FOTO: LR / Daniel Roßbach