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Sportlicher Auftakt mit politischen Spitzen
Dilemma um die Groko symbolisiert

Die Preise beim 23. Bürgermeisterkegeln sollen die Verhandlungsführer  für eine Groko symbolisieren.
Die Preise beim 23. Bürgermeisterkegeln sollen die Verhandlungsführer für eine Groko symbolisieren. FOTO: FDP Ortsverband
Finsterwalde. Beim 23. Bürgermeisterkegeln des FDP-Ortsverbandes Finsterwalde stand die Bundespolitik im Mittelpunkt.

Trotz der durch den Sturm „Friederike“ erzwungenen Terminverschiebung um eine Woche startete die traditionelle Veranstaltung des FDP-Ortsverbandes Finsterwalde am 25. Januar auf den Kegelbahnen „Zu den Sieben Brunnen“ mit etwa 40 Personen gut besucht. Mit Bürgermeister Bodo Broszinski (Doberlug-Kirchhain), Amtsdirektor Gottfried Richter (Kleine Elster) und dem Sonnewalder Ortsbürgermeister Axel Große waren kommunale Führungspersönlichkeiten der Region ebenso gut vertreten wie die FDP-Ortsverbände Falkenberg, Übigau, Bad Liebenwerda und Finsterwalde, teilt der FDP-Ortsverband mit. Herzlich begrüßt wurden auch zahlreiche weitere Teilnehmer aus den Reihen der Bürger für Finsterwalde, aus der Kreistagsfraktion der SPD/FDP, der Kreisverwaltung und private Gäste.

Prominentester Liberaler war, wie auch in den Vorjahren, der Landesvorsitzende der brandenburgischen FDP, Axel Graf Bülow. Johannes Wohmann, Vorsitzender vom FDP-Ortsverband Finsterwalde, der die Veranstaltungsreihe während seiner Amtszeit als Finsterwalder Bürgermeister ins Leben gerufen hat: „Als Beteiligter an den sogenannten „Jamaika-Sondierungen“ erläuterte Axel Graf Bülow zunächst die Gründe für den Ausstieg der FDP aus diesen Scheinverhandlungen unter der unaufrichtigen ,Moderation’ der geschäftsführenden Kanzlerin und richtete den Blick nach vorn auf den 2019 möglichen Wiedereinzug der FDP in den brandenburgischen Landtag, der wie auch der Bundestag dringend eine Stärkung der bürgerlich-liberalen Kräfte benötigt.“

Wegen der gegenwärtigen politischen Situation auf Bundesebene, in der sich das Trio der Führungsspitzen der größten Wahlverlierer vom 24. September 2017 anschicke, eine Neuauflage der abgewählten Groko als Aufbruch in die Zukunft unseres Landes zu verkaufen, habe es diesmal drei Preise sozusagen als Personifizierung des Dilemmas gegeben: eine mindestens doppelgesichtige Frauenfigur ältlichen Aussehens, ein in kurzen Hosen strampelndes Männchen mit Halbglatze und eine als Märchenonkel erscheinende Figur, die allerdings keinesfalls mit dem bekannten kinderfreundlichen Sandmännchen gleichzusetzen ist, aber gern als solcher erscheinen möchte.

Das war Ansporn genug. Nach fairem Kegeln gingen die heiß umkämpften Symbolfiguren als jeweils erste Preise an Andrea Schwinghoff und Günter Mahling und als Sonderpreis – für den Teilnehmer mit den meisten „Ratzen“ – an Sabine Wenzel, alle vom FDP-Ortsverband Bad Liebenwerda.

(pm/leh)