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| 02:40 Uhr

Die Westlausitz soll für Pendler attraktiver werden

Werner Bohnenschäfer vom Leipziger Institut für Energie (vorn l.) und Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) unterzeichneten den Vertrag im Beisein der Bürgermeister (v.l.) Jörg Gampe (CDU, Finsterwalde), Thomas Zenker (SPD, Großräschen), Manfred Richter (stellv. BM von Schwarzheide) und Roland Pohlenz (parteilos,Lauchammer).
Werner Bohnenschäfer vom Leipziger Institut für Energie (vorn l.) und Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) unterzeichneten den Vertrag im Beisein der Bürgermeister (v.l.) Jörg Gampe (CDU, Finsterwalde), Thomas Zenker (SPD, Großräschen), Manfred Richter (stellv. BM von Schwarzheide) und Roland Pohlenz (parteilos,Lauchammer). FOTO: Dietmar Seidel / dse1
Finsterwalde. Pendler sollen es in der Westlausitz zukünftig leichter haben. Das ist das Ziel der fünf Städte im Regionalen Wachstumskern Westlausitz (RWK). Dietmar Seidel / dse1

Deshalb haben Finsterwalde, Großräschen, Lauchhammer, Schwarzheide und Senftenberg das Leipziger Institut für Energie beauftragt, eine Mobilitätsstudie für diese Region im Süden des Landes Brandenburgs zu erarbeiten, und am Donnerstagvormittag dazu einen Vertrag unterzeichnet.

Allein von 2006 bis 2012 ist nach RWK-Angaben die Zahl der Pendler um 3500 gestiegen. Aus beruflichen und arbeitsplatzbedingten Gründen seien sie in und zwischen den beiden Landkreisen unterwegs, viele auch darüber hinaus. Das fordere sowohl den öffentlichen Nahverkehr als auch die Infrastruktur. Der RWK habe sich nach Angaben von Finsterwaldes Bürgermeister Jörg Gampe, der 2014 Sprecher des Städtebündnisses ist, zum Ziel gesetzt, die Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen, Schulen und infrastrukturellen Angeboten zu verbessern. "Dabei geht es schließlich auch darum, dass der Standort Westlausitz attraktiver wird", so Gampe. Wenn die Arbeitsstellen, aber auch Schulen, Kindergärten oder Freizeitstätten gut und unkompliziert erreichbar sind, könne die Region auch interessant für Fachkräfte und junge Familien sein. Das sei angesichts des demografischen Wandels dringend erforderlich. Wie das mit welchem Aufwand gelingen kann und was dafür erforderlich ist, soll nun das Institut in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren herausfinden.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der RWK, eine im Land Brandenburg geschaffene Struktur für gemeinsame wirtschaftliche Entwicklung, diese Studie vorbereitet. Dazu wurden Nutzer, Pendler und Unternehmen zum Nahverkehrsangebot befragt.

Innerhalb der Studie werden sich die Leipziger Fachleute auch die Strukturen in Organisationen und Verwaltungen anschauen, so ihr Geschäftsführer Werner Bohnenschäfer. "Wir werden gute Erfahrungen aus anderen Regionen nutzen und prüfen, was passt und übertragen werden kann." Dabei gehe es ihm um eine intelligente Mobilität, wobei die Kosten im Blick behalten werden müssen. Im September 2015 soll das Strategiepapier fertig auf dem Tisch liegen. Das Projekt wird finanziert mit Mitteln der Städte des RWK, des Landkreises Oberspreewald-Lausitz und mit Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg.