ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:21 Uhr

Premiere für ein neues Festival
Die Weltmusik erobert EE

André Speri, Henk Hulzinga und Andreas Pöschl (v.l.) sind die Initiatoren für das neue Festival in Elbe-Elster, das die Weltmusik in den Mittelpunkt stellen wird.
André Speri, Henk Hulzinga und Andreas Pöschl (v.l.) sind die Initiatoren für das neue Festival in Elbe-Elster, das die Weltmusik in den Mittelpunkt stellen wird. FOTO: Heike Lehmann
Doberlug-Kirchhain. Der Elbe-Elster-Kreis bekommt eine neue kulturelle Facette. Im Juni startet ein dezentrales Weltmusikfestival über mehrere Tage an mehreren Standorten. Von Heike Lehmann

Ein neues Kulturprojekt im Landkreis Elbe-Elster lernt laufen. Wie, das haben die Initiatoren dieser Tage im Schloss Doberlug erklärt. Andreas Pöschl, Leiter des Kulturamtes des Elbe-Elster-Kreises, André Speri, F60 Concept GmbH, und Henk Hulzinga, Musiker und Moderator, hatten dorthin eingeladen, weil der Auftakt für das neue Elbe-Elster-Festival – so der Name, der sich einprägen soll – am 8. Juni im Doberluger Schlosshof stattfinden wird.

Weltmusik ist auf dem Vormarsch, macht André Speri, bislang der Cheforganisator vom European Celtic Music Festival am Besucherbergwerk in Lichterfeld, deutlich. Er sagt: „Seit etwa zehn Jahren gilt der Begriff als etabliert, so lange etwa gibt es Weltmusik im eigenen Regal im Plattenladen.“ Weltmusik ist crossover und bezieht sich inhaltlich auf das Verschmelzen von westlicher Musik, insbesondere von Rock, Pop und Soul mit traditionellen, ethnischen, lokalen und urbanen Musikstilen  anderer Kulturen. Für André Speri ist es schlicht „die Summe der Folkmusik aus der ganzen Welt“. Und 2018 kommt Weltmusik auch nach Elbe-Elster. Wobei die Organisatoren auf einen europäischen Start setzen – passend zum  Motto des Europäischen Kulturerbejahres „Sharing Heritage“ – und erst „in den Folgejahren auch internationale Künstler“ einladen wollen, so Speri. Ab 2019 werden auch andere Spielorte, wie Bad Liebenwerda, Herzberg, Mühlberg und natürlich wieder die F 60, einbezogen.

Spielorte im Auftaktjahr werden neben dem Schloss Doberlug das Stadtfest Finsterwalde und die Brikettfabrik „Louise“ in Domsdorf sein. Alles konzentriert sich auf das Wochenende vom 8. bis 10. Juni. Noch mal Speri: „In Finsterwalde bespielen wir eine von drei Bühnen mit Weltmusik, in Domsdorf veranstalten wir am Sonntag ab 14 Uhr einen Familientag mit zwei Bühnen und verschiedenen Acts.“

Eine erste Beratung zum neuen musikalischen Höhepunkt gab es im Spätherbst, erinnert sich Kulturamtsleiter Andreas Pöschl. „Im Dezember wurde schon vieles konkret.“ Idealerweise haben sich die Überlegungen vom Kulturamt, den vier Konzerten mit Reformationsmusik im Jahr 2017 etwas Neues mit dem Schwerpunkt Folkmusik folgen zu lassen, mit dem Bestreben von André Speri getroffen, Irish Folk auf den Landkreis auszuweiten. Die Bands jedenfalls freuen sich auf Elbe-Elster. Den Grund weiß André Speri: „Wir haben uns mit dem Celtic Festival in der Szene einen guten Ruf erarbeitet.“

Die Initiatoren wollen Leute, die hier leben zu den Konzerten locken, setzen aber auch auf Touristen. „Die Zielgruppe ist bereit, weit zu reisen, den Festivalgedanken anzunehmen und mit touristischen Unternehmungen zu verbinden“, weiß Speri.

Noch stecke man für 2018 in den Vorbereitungen. Eines steht aber fest: Henk Huzinga moderiert alle drei Tage. „Das Line up für den Freitag in Doberlug steht. Es bietet Celtic aus der Bretagne, irische Tänzer und die Polkaholics mit Brass Polka“, macht Speri neugierig. In Finsterwalde wird Celtic der Schwerpunkt sein. Details gibt es in Kürze. Als Veranstalter fungiert das Kulturamt, die F 60 Concept GmbH ist Kooperationspartner.