ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 00:00 Uhr

Die Welt schaut auf die Pappelproduktion in Großthiemig

Während einer Exkursion zur P & P Forstbaumschule Großthiemig informierten sich Ingenieure aus aller Welt über die Produktion und Verarbeitung schnell wachsender Energiepflanzen. Foto: Mirko Sattler/sam1
Während einer Exkursion zur P & P Forstbaumschule Großthiemig informierten sich Ingenieure aus aller Welt über die Produktion und Verarbeitung schnell wachsender Energiepflanzen. Foto: Mirko Sattler/sam1 FOTO: Mirko Sattler/sam1
Großthiemig. Als Gäste des Vereins der Erzeugergemeinschaft Biomasse Schraden haben sich am Samstag die Teilnehmer der Sommer-Schule des Deutschen Akademischen Austauschdienstes über die energetische Verwertung schnell wachsender Rohstoffe informiert. Im Mutterquartier der P&P Forstbaumschule Großthiemig erfuhren sie, wie auf sogenannten Kurzumtriebsplantagen Pappel-Stecklinge zu Energieholz aufgezogen werden. gb

Nach drei bis vier Jahren erfolgt mit landwirtschaftlichem Gerät die erste Ernte, wusste Sebastian Wünsch, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Erzeugergemeinschaft, den Gästen zu berichten. Der Schradener Verein berät seine Mitglieder und interessierte Landwirte sowie weitere Akteure, wie Kurzumtriebsplantagen angelegt werden und schließlich zu einer hohen Energieausbeute führen. Jüngstes Beispiel in der Region sei die Gemeinde Massen, die auf ersten drei Hektar Energieholz gepflanzt hat, um perspektivisch ein Biomasse-Heizkraftwerk damit zu versorgen.

"Die Welt schaut auf Deutschland, wenn es um erneuerbare Energien geht", freut sich Sebastian Wünsch. Deshalb sei es für den Biomasse Schraden-Verein auch sehr erfreulich gewesen, Ingenieure und Fachleute aus aller Welt, die anlässlich der Hannover Messe nach Deutschland gekommen waren und zuvor an Vorlesungen und Seminaren an der Brandenburgischen Technischen Universität in Cottbus teilgenommen hatten, während einer Praxis-Exkursion in Großthiemig sowie an den Biogasanlagen in Gröden und Senftenberg begleiten zu können. Unter den Teilnehmern waren Ingenieure aus Kamerun, Kolumbien, Indonesien, Mexiko und Serbien.