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| 19:30 Uhr

Eintrittspflicht gilt für alle
Die Stadt macht von ihrem Hausrecht Gebrauch

Badespaß im Strandbad Erna gibt es nur gegen Eintritt.
Badespaß im Strandbad Erna gibt es nur gegen Eintritt. FOTO: Heike Lehmann
Doberlug-Kirchhain. Im Naherholungsgebiet Bad Erna haben sich über den Sommer Probleme aufgestaut. Pächter fühlen sich ungerecht behandelt. Von Heike Lehmann

Im Naherholungsgebiet Bad Erna – Eigentümer ist die Stadt Doberlug-Kirchhain – haben sich mehrere Probleme aufgestaut. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bildung, Soziales und Tourismus kamen sie zur Sprache.

Die Parkplatzsituation ist ungenügend, aber nicht schnell zu klären. Es sei ein Parkplatz geplant, für den Wald gepachtet oder erworben werden müsse. Die Bahn ist mit im Boot und nach dem Brückenbau erst eine Kreuzungsanbindung, momentan in der Planfeststellung, notwendig.

Die Eintrittspflicht: Eintritt zum Strandbereich – das ist die Uferzone vor dem Bademeisterhäuschen bis zur Brücke – müssen laut Badeordnung alle zahlen. Das gilt von 10 bis 18 Uhr, wenn der Schwimmmeister vor Ort ist. Erwachsene zahlen 2 Euro, Kinder 50 Cent. Davor und danach ist freies Baden auf eigene Gefahr erlaubt.

Bisher gab es Ausnahmen für Parzellenpächter, denen mit einer personengebundenen Badekarte generell freier Zutritt gewährt wurde. „Die wurden weitergegeben oder kopiert, schlicht missbraucht, weshalb für 2018 keine mehr ausgegeben wurden“, erklärte Fachbereichsleiter Fred Richter. Vom Landkreis Elbe-Elster kam zudem der Hinweis, dass mit dieser Praxis eine Personengruppe bevorteilt würde, was nicht sein darf. „Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit im und am Wasser ist eine Leistung, die sich jeder mit dem Eintritt erkaufen muss“, so Michael Diere, amtierender Kämmerer. Weil es Leute gab, die sich dem widersetzten, machte die Stadt auch schon von ihrem Hausrecht Gebrauch, hat Hausverbot ausgesprochen und wenn nötig mit Polizeihilfe durchgesetzt. „Der Schwimmmeister konnte durch die Diskussion Recht und Ordnung nicht mehr gewährleisten und musste sich beschimpfen lassen“, schilderten Verwaltungsmitarbeiter.

Der Spielplatz: Die Spielplatznutzung ist nicht Bestandteil vom Strandbad und deshalb kostenfrei.

Wasserentnahme: Bei einer Gewässerbefahrung haben Landkreis und Stadt viele illegale technische Anlagen zur Wasserentnahme für die Grundstücksbewässerung festgestellt. Das wird geahndet.

Müll: Es gibt sieben Standorte zur getrennten Müllsammlung. Weil dort alles Mögliche landet, wurde der Müll zum Teil nicht mehr abgefahren. Die Stadt werde Zusatzkosten umlegen und bittet, im Fall von Fremdmüllablagerungen um konkrete Hinweise auf Verursacher (Uhrzeit, Kennzeichen).