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Die Hornbläser aus Waldeck kündigen Almabtrieb an

Lieskau. Alpenländische Tradition wird am Sonntag, 1. Oktober, nun schon zum 19.Mal in Lieskau in Elbe-Elster gepflegt. red/gb

Bärbel Jünigk, die Vorsitzende des Traditionsfördervereins Lieskau, freut sich auf das Zusammentreffen dieses in die Niederlausitzer Berge importierten Gaudis mit wieder zahlreichen Zuschauern. Um 9.30 Uhr geht es los in Lieskau mit der Eröffnung des Regionalen Bauern- und Handwerkermarktes. Nach einer Pause im vorigen Jahr ist wieder ein Sensendengler dabei. Wer seine Sense also in Schuss bringen lassen möchte, kann sie bei Ankunft abgeben und am Ende des Tages wieder mitnehmen. Ab 11 Uhr laden die Oberländer Musikanten zum Frühschoppen ein.

Alphornblasen mit den Holzland-Alphornbläsern aus Waldeck kündigt schließlich um 13 Uhr das Eintreffen der Almabtriebsgruppen an. Und diese bringen die Lausitzer Note in das Gaudi. Denn beileibe nicht nur Kühe werden in Lieskau abgetrieben. Die Schar wird angeführt von der Kindergruppe, im folgenden Zug befinden sich auch Tauben, Ziegen, vielleicht Kaninchen und sogar Schafe. Letztere etwa 200 Tiere kommen mit ihrem Schäfer extra von den Elbwiesen bei Riesa nach Lieskau, um am Niederlausitzer Almabtrieb teilzunehmen, freut sich Bärbel Jünigk

Um14.30 Uhr sind die Gäste eingeladen, ein kleines Lieskauer Showprogramm zu genießen. Dieses wird gestaltet von den Jüngsten bis zu den Senioren des Ortes.

"Für die Versorgung ist wie immer ausreichend gesorgt", sagt Bärbel Jünigk. Von der deftigen Schlachteplatte über den original Lieskauer Schaschlik bis hin zu frischen Waffeln und leckerem Kuchen dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Heute beginnen die Vorbereitungen auf dem Festplatz direkt an der B 96, aus Finsterwalde kommend linker Hand vor dem Ort. Kostenfrei stehen hier Parkplätze zur Verfügung, betont die Vereinschefin ausdrücklich und will damit dringend wildem Parken im Ort entgegenwirken.