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| 17:02 Uhr

Bauvorhaben in diesem Jahr
Die Grundschule Sonnewalde bekommt eine neue Sportanlage

2018 will der Landesbetrieb Straßenwesen einen weiteren Abschnitt der B 96 in Sonnewalde - unter anderem im Marktbereich - in Angriff nehmen. Die Baumaßnahme wird sich über zwei Jahre hinziehen.
2018 will der Landesbetrieb Straßenwesen einen weiteren Abschnitt der B 96 in Sonnewalde - unter anderem im Marktbereich - in Angriff nehmen. Die Baumaßnahme wird sich über zwei Jahre hinziehen. FOTO: Heike Lehmann
In der Stadt Sonnewalde sind seit Jahren aus Geldmangel keine großen Sprünge möglich. Dennoch soll 2018 einiges passieren. Von Heike Lehmann

Wer etwas bauen oder verändern will, braucht Geld. Das aber ist in Sonnewalde nach wie vor ein leidiges Thema. Tino Lehmann, der stellvertretende Bürgermeister, sagt: „Wir haben keinen genehmigten Haushalt, sind also in der vorläufigen Haushaltsführung. Wir arbeiten mit einem Haushaltssicherungskonzept und können  nur unabweisbare Investitionen in Angriff nehmen.“ Und er sagt unumwunden: „Die finanzielle Lage der Stadt wird eher schlechter als besser.“ Investive Schlüsselzuweisungen vom Land Brandenburg stehen für 2018 in Höhe von etwa 70 000 Euro zur Verfügung. Vorher waren es knapp 100 000 Euro. Erleichterung verschafft, dass alle finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Wasser- und Abwasserverband Westniederlausitz (WAV) erfüllt sind. „Denn unser Ziel ist nach wie vor: ein Verband ein Preis“, spielt Tino Lehmann auf die unterschiedlichen Gebührengebiete an.

In Sonnewalde will gut überlegt sein, wofür das wenige Geld ausgegeben wird. Bauamtsleiter Chris von Rein – erst wenige Monate im Amt – führt Vorhaben für 2018 an.

Erneuerung der Sportanlage an der Grundschule Sonnewalde: Mit Leader-Fördermitteln für den ländlichen Raum wird in diesem Jahr die Freifläche an der Schule erneuert. Die bisherigen Anlagen haben noch den Charme der DDR-Jahre.  Die Fördermittelzusage ist da. Erwartet wird täglich der schriftliche Bescheid. Danach kann die Ausschreibung erfolgen. Chris von Rein blättert den Vorentwurfsplan auf und zeigt auf die 60 Meter-Laufbahn mit Kunststoffsportbelag, das Spielfeld und die Weitsprunganlage mit zwei Anläufen, die in einem 1. Bauabschnitt entstehen sollen. Das wird in etwa 150 000 bis 165 000 Euro kosten. Der Eigenanteil der Stadt beträgt etwa 50 000 Euro. Der Bauamtsleiter ist zuversichtlich: „Alles ist vorbereitet. Es kann losgehen. Und wir wollen in diesem Jahr damit auch fertig werden.“

Die Ortsdurchfahrt B 96: Nach derzeitigen Informationen will der Landesbetrieb Straßenwesen noch in diesem Jahr auf einem weiteren Abschnitt die Bundesstraße 96 in der Ortslage Sonnewalde erneuern. „Der Ausbau erfolgt im Marktbereich und bis zur Zeckeriner Kreuzung“, sagt Tino Lehmann. Ist der Abschnitt erneuert, bleibt nur noch ein kurzes Stück bis zum Ortsausgang offen. Das ist ein Investitionsvorhaben von insgesamt 1,25 Millionen Euro, wobei sich der städtische Anteil auf die Parkflächen, die Entwässerung und die Gehwege sowie den Marktbereich, der in dem Zuge etwas übersichtlicher gestaltet werden soll, beschränkt. Der kommunale Anteil soll mit Fördermitteln abgefedert werden. Auf die Anlieger werden dennoch Umlagen zukommen. „Derzeit wird zwischen den Beteiligten vom Land, dem WAV und der Stadt eine Vereinbarung ausgearbeitet.

Kulturhaus: Im Kulturhaus steht die energetische Sanierung an. Das heißt: Decke, Fenster und Heizung sollen erneuert werden. Eventuell sind noch Kleinreparaturen drin. Die Stadtkasse wird mit dieser Maßnahme gar nicht belastet, weil die Arbeiten zu hundert Prozent gefördert werden. Es fließen 90 Prozent Bundesmittel über die Kommunalinvest-Förderung nach Sonnewalde. Der zehnprozentige Eigenanteil wird mit mit Zuschüssen des Landes beglichen. Die Vorbereitung läuft. „Der Statitiker hat die Decke gerade bemessen“, so Chris von Rein.

Grundschule Sonnewalde: Für etwa 50 000 Euro werden momentan ein Hort- und ein Klassenraum in der Grundschule saniert – malermäßig instandgesetzt, Fußböden erneuert und teilweise mit akustischen Decken versehen. Um die  Kapazitäten für den Hort zu erweitern, musste teilweise das Verwaltungsarchiv umgelagert werden.

Feuerwehrstellplatz Großkrausnik: Ein Fördermittelantrag läuft noch, um einen Feuerwehrstellplatz im Ortsteil Großkrausnik, beheizbare Umkleidemöglichkeiten und einen Abstellraum zu schaffen. „Ohne Sanitäreinrichtungen, die haben wir im angrenzenden Gemeindezentrum“, erklärt Tino Lehmann, als Ordnungsamtsleiter auch für die Wehren zuständig. Hierfür werden etwa 190 000 Euro veranschlagt.