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| 15:21 Uhr

Interview mit Klaus Mayer
Die Finsterwalder Sänger sind gefragter denn je

Alle Finsterwalder Sänger vereint. Ein Foto dieser acht Akteure, die sich zu Wochenbeginn zu ihrem Jahresausklang im Brauhaus trafen, aber öffentlch im Quartett auftreten,  hat es zuvor nicht gegeben. Zu sehen sind: Horst Radlach, Adolf Scholder und Günter Behla (vordere Reihe von links) sowie Rainer Fähnel, Klaus Mayer, Peter Heppe, Hartmut Neumann und Günter Figur (hintere Reihe von links).
Alle Finsterwalder Sänger vereint. Ein Foto dieser acht Akteure, die sich zu Wochenbeginn zu ihrem Jahresausklang im Brauhaus trafen, aber öffentlch im Quartett auftreten, hat es zuvor nicht gegeben. Zu sehen sind: Horst Radlach, Adolf Scholder und Günter Behla (vordere Reihe von links) sowie Rainer Fähnel, Klaus Mayer, Peter Heppe, Hartmut Neumann und Günter Figur (hintere Reihe von links). FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde. Das zu Ende gehende Jahr bescherte den Männern um Klaus Mayer 55 Auftritte. Von Gabi Böttcher

Wo etwas Herausragendes geschieht, das es mit einem Loblied zu würdigen gilt, sind sie dabei. Die Finsterwalder Sänger waren 2018 wieder unentwegt als Botschafter für ihre Heimatstadt im Einsatz. Die RUNDSCHAU sprach mit Klaus Mayer, dem Sänger, der die Fäden zusammenhält.

Kaum zu glauben, Sie haben 2018 noch mehr Auftritte hingelegt als schon im Jahr zuvor?

Ja, für 2018 stehen 55 Auftritte zu Buche. Drei mehr als 2017. Hinzu kommen die Proben.

Da muss aber auch der Spaß an der Sache mitspielen, denn Sie agieren ja ehrenamtlich.

Nur die Sangesfreude, der Zusammenhalt und die Einsatzbereitschaft der Sänger machen eine solche Bilanz möglich.

Glücklicherweise sind Sie ja nicht nur vier, sondern acht Sänger.

Ich möchte allen herzlich danken. Das sind Horst Radlach, Günter Figur, Günter Behla, Hartmut Neumann, Peter Heppe, Rainer Fähnel und Adolf Scholder.

Es ist kein Geheimnis, dass die meisten von Ihnen lange über den verdienten Ruhestand hinaus aktiv sind. Wer ist der Älteste, wer der Jüngste im Bunde?

Peter Heppe ist mit 61 Jahren der Jüngste, Adolf Scholder mit 82 Jahren der Älteste. Es ist zu wünschen, dass sie alle weiterhin zur Verfügung stehen. Trotzdem benötigen wir händeringend Verstärkung, damit wir auch künftig die ständig wachsenden Erwartungen und Anforderungen an uns erfüllen können.

Wo können sich Interessierte melden?

Bei mir. Unter Telefon 0174 1525161.

Auffällig ist, dass sie wieder weit über die Grenzen von Finsterwalde hinaus im Einsatz waren.

Die Palette reicht von Massen, Lugau, Ossack, Frankena, Sorno über Berlin, Klaistow, Klein Muckrow, Fürstenwalde, Bad Saarow, Oppelhain, Lauchhammer bis zu den diesjährigen Höhepunkten in Riga und Salaspils in Lettland.

Welche Auftritte bleiben Ihnen besonders in Erinnerung?

Besonders erfolgreich war unser Auftritt in Berlin am Fuße der Gedächtniskirche. In Klaistow versagte die Technik für eine bekannte Sängerin. Wir sprangen ein und überbrückten die Reparaturzeit mit unserem A-capella-Programm. In Bad Saarow hatten wir eine besondere Herausforderung zu meistern und die Besucher eines Oktoberfestes in einem voll besetzten Bierzelt zu begeistern.

Das eindrucksvollste Erlebnis war aber die Reise nach Lettland?

Mit Abstand. Von den vier Tagen unseres Aufenthaltes werden uns die Heimatverbundenheit und die große Begeisterung der Menschen für Volkslieder immer in Erinnerung bleiben. Der von uns extra auf Lettisch gesungene Refrain des Sängerliedes kam besonders gut an.

Sie haben auch in einem Krankenhaus gesungen?

Ergreifend war dieser Auftritt auf einer Station der Geriatrie im Klinikum Niederlausitz in Lauchhammer. Patienten, Ärzte und Schwestern wünschten sich, dass die Finsterwalder Sänger hier öfter vorbeischauen.

Die Auftritte in der Heimatstadt spielen bei allen Ausflügen aber immer noch die Hauptrolle?

In diesem Jahr gingen uns besonders unsere Auftritte bei den Einschulungsfeiern und bei der 150-Jahr-Feier der Schule Mitte unter die Haut. Was gibt es Schöneres, als in strahlende Kinderaugen zu sehen? Zu den Einschulungsfeiern hatten wir übrigens keinen Auftrag. Es ist uns jedoch ein Bedürfnis, diesen Feiern mit unserem Gesang eine besondere Wertschätzung zu zeigen. Und wer kann später schon ein Einschulungsfoto mit den vier Finsterwalder Sängern vorweisen? Besonders anstrengend waren in diesem Jahr natürlich die drei Tage des Sängerfestes. Aber die angenehmen Begegnungen mit Menschen aus Nah und Fern ließen uns die Strapazen vergessen.

Herumgesprochen hat sich, dass Sie das traditionelle Lied stets mit einer aktuellen, zum Anlass passenden Strophe ergänzen.

Ja. Das ist unser Anspruch. Und wenn dann anschließend noch über den aktuellen Text diskutiert wird, weil er auch kritische Töne enthält, dann freut uns das.

Zum Schluss steht Ihnen ein Wunsch frei.

Ich möchte einen besonderen Dank an unsere Sponsoren, Auftraggeber und nicht zuletzt an unsere Ehefrauen aussprechen. Nur durch deren Unterstützung können wir unser Ehrenamt ausüben.