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| 19:07 Uhr

Der Druck wird größer
Die Bahn kommt mit neuen Plänen

Doberlug-Kirchhain. Vier Eisenbahnüberführungen in Doberlug-Kirchhain sollen ab 2025 erneuert werden. Von Heike Lehmann

Ab 2025 will die Bahn in der 2. Baustufe die Bahnsteige auf dem Bahnhof Doberlug-Kirchhain, wo sich die Strecken rlin-Dresden und Cottbus -Leipzig kreuzen, und die innerstädtischen Eisenbahnunterführungen an der Cottbuser Straße, der Finsterwalder Straße, der Südstraße und der Umgehungsstraße L 60 erneuern. Für Reisende, Verkehrsteilnehmer und Einwohner kündigt sich damit erneut eine längerfristige Sperrung an, die Einschränkungen und Belastungen bringen wird.

Nun könnte man meinen, bis 2025 ist es noch lange hin. Doch Stadtverwaltung und Stadtverordnete beschäftigt das Thema schon jetzt intensiv. Hinzu kommt, dass  die Deutsche Bahn den Druck auf die Stadt erhöht und schnelle Entscheidungen verlangt, wie Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) in der jüngsten Sitzung vom Haupt- und Finanzausschuss angekündigt hat.

Zum wiederholten Mal werden am Mittwoch, 10. Oktober, Vertreter der Deutschen Bahn vor die Stadtverordneten treten, um Planungsänderungen vorzustellen. Schon vor einem reichlichen Jahr hatten die Pläne der Bahn breiten Raum in den Ausschüssen eingenommen. Ziel waren verbindliche Planungsvereinbarungen für die einzelnen Bauwerke. Wenn die Stadt die Brücken abweichend von ihrer jetzigen Form und Größe haben möchte, könne sie ihre Vorstellungen einbringen, muss ihre Sonderwünsche aber selbst finanzieren, hieß es damals. Insbesondere für das Nadelöhr Eisenbahnüberführung in der Finsterwalder Straße erhofften sich die Abgeordneten, den Schulweg sicherer machen zu können. Aussagen zu Kosten waren einer von der Bahn schon hinlänglich bekannten Dynamik unterworfen. Deutlich wurde: Billig wird es nicht.

In diesem Sommer kam der Einspruch vom Eisenbahnbundesamt. „Da hieß es: nicht genehmigungsfähig“, erklärte Christian Liebeheim vom Bauamt im jüngsten Bauausschuss.  Intensive Gespräche und widersprüchliche Aussagen folgten. „Es gibt eindeutig Redebedarf“, so der Bürgermeister. Andererseits erhöht die Bahn den Druck auf die Stadt. Das heißt: Kaum dass die Planungsänderungen gemäß Eisenbahnbundesamt präsentiert wurden, sollen die Stadtverordneten am Mittwoch schon beschließen. Wenn sich hier der ein oder andere Abgeordnete überfahren fühlt, dürfte das nicht verwundern.

Weitere Themen für die Stadtverordneten sind unter anderem die Bestellung des Stadtbrandmeisters, seines Stellvertreters und des Stadtgerätewarts, die Kriminal-, Unfall- und Diebstahlstatistik der Stadt, die Satzung über die Aufwandsentschädigung für Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr und die Straßenreinigungssatzung der Stadt. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Refektorium am Schloss und ist öffentlich.